"Großartiges Turnier": Schweden trotz Aus mit positivem Fazit
Die Skandinavier erleben gegen den großen Favoriten eine Lehrstunde. Dennoch überwiegt der Stolz.
Die schwedische Fußball-Nationalmannschaft verlässt trotz der Chancenlosigkeit im Sechzehntelfinale die WM-Bühne erhobenen Hauptes. "Ich glaube nicht, dass es eine Schande ist, gegen Frankreich zu verlieren. Wir sind auf einen sehr, sehr, sehr guten Gegner getroffen", sagte Trainer Graham Potter nach dem 0:3 (0:1) in East Rutherford: "Und manchmal muss man das einfach akzeptieren. Wenn man sich die Karrieren und Lebensläufe der französischen Mannschaft ansieht und sie mit unseren vergleicht - dann weiß man, wo wir stehen."
Er habe derzeit "eine junge, sich entwickelnde Mannschaft, die hoffentlich noch viel Gutes vor sich hat", führte der 51-Jährige aus: "Aber wir hatten ein großartiges Turnier, finde ich, um zu wachsen und zu lernen." Nach dem letzten Platz in ihrer Qualifikationsgruppe hatten die Skandinavier dank des guten Abschneidens in der Nations League erst über den Umweg Playoffs ihr Ticket für die Weltmeisterschaft gelöst.
"Wir haben einen langen Weg zurückgelegt. Wir waren ja vor so langer Zeit noch ganz unten", sagte Kapitän Victor Lindelöf: "Ich habe großes Vertrauen in diese Gruppe, in die Spieler. Eine gute Mischung aus allen Altersklassen. Das müssen wir einfach weiter ausbauen." Diese Turniererfahrung werde der Mannschaft "viel bringen", ergänzte Starstürmer Viktor Gyökeres: "Wir brauchen mehr Zeit und müssen uns noch besser miteinander einspielen."