Wenger über DFB-Heilsbringer Klopp: "Reicht das?"

Die Trainer-Ikone des FC Arsenal findet im Gespräch mit Toni Kroos deutliche Worte über das "Schicksal" des deutschen Fußballs.

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Wenger über DFB-Heilsbringer Klopp: "Reicht das?"
Foto: © AFP/SID/ODD ANDERSEN

Trainer-Ikone Arsène Wenger hat davor gewarnt, den designierten Bundestrainer Jürgen Klopp als Heilsbringer für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zu verklären. "Wird das ausreichen, um das Schicksal des deutschen Fußballs endgültig zu wenden? Ich bin mir nicht sicher, denn es gibt im Land einige tiefgreifende Probleme, die schon seit einiger Zeit bestehen", sagte der 76 Jahre alte Franzose im Gespräch mit den Ex-Profis Toni und Felix Kroos in ihrer Sendung "Kroos & Kroos: Die WM unter der Lupe" auf TikTok.

An Klopps Fähigkeiten habe Wenger derweil keinen Zweifel. Die etwas düstere Prognose für einen sportlichen Turnaround beim DFB begründete der ehemalige Trainer des FC Arsenal mit fehlender Weltklasse im Team. "Gute Spieler brauchen einen großartigen Trainer, und großartige Trainer brauchen gute Spieler", sagte Wenger. Immerhin: Kurzfristig könne Klopp Hoffnung freisetzen, Deutschland wieder an die absolute Spitze zu führen.

Mit seinen klaren Worten fand Wenger, der bei der FIFA den Posten als Direktor für globale Fußballförderung innehat, bei seinem Gesprächspartner Toni Kroos Anklang. "Wir sind uns zu 100 Prozent einig. Es mangelt ein wenig an Weltklasse-Spielern", sagte Kroos und bekräftigte damit die Kritik an seinen Nachfolgern beim DFB.

Dass auch Klopp, der aktuell aus seinem Posten im Red-Bull-Kosmos losgeeist werden soll, als Bundestrainer entsprechende Weitsicht zeigen würde, hatte Wenger indes nicht bezweifelt. "Er ist ein kluger Mann, und das weiß er auch. Er hat die Persönlichkeit, um wieder Hoffnung und Zuversicht zu wecken", lobte Wenger.

Klopp, der zuletzt 2018 mit dem FC Liverpool in der englischen Premier League Wenger und seinen Gunners gegenüberstand, hatte bereits eine ähnliche Analyse vorgelegt. "Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern. Ob das am Ende dann ich sein werde oder wer auch immer das sein wird, das ändert nichts daran, dass die Veränderungen notwendig sind."