Xhaka zu negativ? "Wir müssen kritisch sein"

Remo Freuler widerspricht einem Bericht über negative Stimmung in der "Nati".

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Xhaka zu negativ? "Wir müssen kritisch sein"
Foto: © AFP/SID/PATRICK T. FALLON

Inmitten der Spekulationen über ein negatives Umfeld hat Mittelfeldspieler Remo Freuler die gute Atmosphäre bei der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft hervorgehoben. Den Berichten, wonach die von Kapitän Granit Xhaka geübte Kritik nach dem Patzer zum WM-Auftakt gegen Katar zu harsch gewesen sein soll, widersprach der 34-Jährige: "Wir müssen auch kritisch sein. Wenn man erwartet, dass man gegen Katar gewinnt und dann nur 1:1 spielt, dann müssen wir auch hart mit uns selbst ins Gericht gehen."

Man müsse nach so einem Spiel auch "seine Meinung sagen und die Meinung von jedem akzeptieren können", erklärte Freuler: "Ich denke, dass haben wir auch gemacht. Schlussendlich ist die Stimmung noch gut, aber wichtig ist auch, dass man seine eigenen Fehler erkennt, die man im Spiel gemacht hat und im nächsten besser macht". Generell müsse man Dinge ansprechen können. "Wenn man ein Problem damit hat, dann ist man im Fußball ein bisschen am falschen Platz", sagte der Profi vom FC Bologna. Wenn man immer nur über die guten Sachen spreche, "dann kommt man nicht vorwärts".

Kurz nach dem ersten Spiel der Schweizer Auswahl hatte ein Bericht der Boulevardzeitung Blick für Aufsehen gesorgt. Demnach sollen laut "mehreren Quellen" einige Spieler der Eidgenossen aufgrund der strengen Ansagen des Anführers "verunsichert sein oder sich nicht wohlfühlen im Camp", laut Blick gehe es zudem in eine "toxische Richtung". Schon nach der WM-Generalprobe gegen Australien (1:1) hatte Xhaka Kritik geübt, sich selbst dabei aber nicht ausgenommen.

Die Stimmung vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Bosnien und Herzegowina am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) sei "immer noch sehr, sehr gut", sagte Freuler.