Nach Tod von de Miguel: Gewerkschaft fordert Komplett-Absage
Mehrere Partien wurden bereits verschoben. Die AFE fordert nun die Verschiebung aller Profi-Begegnungen am Wochenende.
Nach dem Tod des spanischen Fußballprofis Jesús de Miguel hat die Spielergewerkschaft AFE die Verschiebung aller Profispiele am kommenden Wochenende gefordert. Wie die Vereinigung am Donnerstag mitteilte, sprachen sich die von ihr kontaktierten Fußballerinnen und Fußballer "in jeder Kategorie" einstimmig für die Absetzung aus. De Miguel, Stürmer von CD Teneriffa, war am Dienstag infolge eines heftigen Zusammenpralls mit Andorras Torhüter Jesús Owono während eines Zweitligaspiels gestorben.
"Die Fußballer haben ihre tiefe Trauer über diesen Verlust zum Ausdruck gebracht und glauben nicht, dass die notwendigen psychologischen und menschlichen Bedingungen gegeben sind, damit der Wettbewerb unter normalen Umständen ausgetragen werden kann", erklärte die AFE.
Bereits verschoben wurden nach der Tragödie die Spiele von Teneriffa in Granada sowie die Partie zwischen dem FC Andorra und Mallorca. Zudem waren die Pokalspiele unter der Woche abgesagt worden. Die Gewerkschaft appellierte an die Entscheidungsträger, menschliche Belange höher zu gewichten als sportliche oder wirtschaftliche Interessen.