Matthäus über Sané: "Einfach zu wenig"

Der Flügelspieler steht nach Ansicht des Rekordnationalspielers "zu Recht in der Kritik".

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Matthäus über Sané: "Einfach zu wenig"
Foto: © AFP/SID/KAMIL KRZACZYNSKI

Lothar Matthäus kann die ständige Mäkelei an den Leistungen von Fußball-Nationalspieler Leroy Sané gut nachvollziehen. "Natürlich ist das nicht das, was wir von Sané erwarten, sondern wir erwarten Dribblings, Abschlüsse und Tore", sagte der Rekordnationalspieler bei RTL/ntv über die WM-Auftritte des früheren Münchners und ergänzte: "Da ist einfach zu wenig gekommen. Und deswegen steht er auch teilweise zu Recht in der Kritik."

Sané sei aktuell nicht der Spieler, "den wir schon häufiger gesehen haben", wie zuletzt etwa im WM-Quali-"Finale" gegen die Slowakei (6:0). "So ein Spiel bräuchte er halt wieder, damit von außen her die Kritik verstummt. Das ist ihm nicht gelungen."

Zugleich nahm Matthäus den Profi des türkischen Rekordmeisters Galatasaray gegen allzu harte Vorwürfe in Schutz. "Er hat Ansätze gehabt, er ist fleißig. Das muss man anerkennen. Auch nach vorne ist er mutig, trifft aber häufig die falschen Entscheidungen. Nach hinten hat er gegen die Elfenbeinküste sehr gut mitgeholfen."

Außerdem sei Sané nicht der einzige DFB-Spieler, der bei der WM noch nicht sein volles Potenzial ausgeschöpft habe. "Es sind andere auch da, die bisher noch nicht ihre Leistung gebracht haben, wie wir das von ihnen erwartet haben. Bei Musiala, Wirtz und Sané ist einfach mehr möglich und dieses Mehr brauchen wir, um eben ganz weit zu kommen."

Den verletzungsbedingten Ausfall von Nico Schlotterbeck dagegen könne die Nationalelf "kompensieren", glaubt Matthäus. Dessen Ersatz Antonio Rüdiger habe "dazugelernt. Er ist ruhiger geworden, auch in seinen Interviews. Und deswegen sollte man ihm auch diese Chance nicht nur geben, sondern auch Vertrauen zu ihm haben. Er hat es immer gut gemacht in der Nationalmannschaft."