Kuriose Freiburg-PK: Schuster und Günter grüßen aus dem Auto
Die Anreise nach Motherwell zum Hinspiel in der Conference-League-Quali dauert länger als geplant. Die Breisgauer improvisieren.
Eine Pressekonferenz aus dem fahrenden Auto, mitten im schottischen Berufsverkehr? Der Freiburger Trainer Julian Schuster und Kapitän Christian Günter nahmen die kuriose und spontane Aktion mit Humor. "Von Minute zu Minute hat es länger gedauert. Vor Ort ist auch kaum noch jemand. Wir haben einen Anruf bekommen, das Stadion wird geschlossen", sagte Schuster mit einem Grinsen.
Eigentlich sollten die beiden um 19.30 Uhr deutscher Zeit im Stadion des schottischen Klubs Motherwell FC sitzen und mit den über Teams zugeschalteten Reportern über das Playoff-Hinspiel in der Conference-League-Qualifikation am Donnerstag (20.30 Uhr) sprechen, doch ein verspäteter Flug und ein Stau verhinderten einen reibungslosen Ablauf. Um 20.38 Uhr meldeten sie sich schließlich aus dem Auto, eine Minute vor Ankunft am Hotel war die kuriose PK beendet.
Europapokalreisen werden "immer etwas Besonderes bleiben", sagte Günter. Zuletzt hatte der Sportclub im Mai das Europa-League-Finale gegen Aston Villa (0:3) verloren. Nun nehmen die Breisgauer einen neuen Anlauf auf internationaler Bühne. Vor allem freute sich Günter auf das Flair im Fir Park, im charmanten Stadion von Motherwell zu spielen sei "ein Stück weit Fußballromantik".
Verzichten muss Schuster im Hinspiel auf Lucas Höler, aus einem schönen Grund: Der Stürmer stehe "kurz vor Geburt des zweiten Kindes" und ist deshalb nicht mit nach Schottland gereist. Beim Rückspiel eine Woche später in Freiburg sollte Höler aber wieder dabei sein, dazwischen steht am Wochenende noch die erste Runde im DFB-Pokal bei Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf an.