Hummels in Sorge: "Weiter, weiter Weg ins Finale"

Der Weltmeister von 2014 sieht "einige Baustellen" in der DFB-Elf und regt einen Wechsel an.

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Hummels in Sorge: "Weiter, weiter Weg ins Finale"
Foto: © picture-alliance/Chai v.d. Laage/SID/Gladys Chai von der Laage

Rio-Weltmeister Mats Hummels blickt nach dem verkorksten Gruppenfinale überaus skeptisch auf die deutschen WM-Aussichten. "Es ist ein weiter, weiter Weg bis zu einem möglichen Finale oder gar mehr für uns", sagte der frühere Dortmunder und Münchner bei MagentaTV.

Die Duelle mit der Elfenbeinküste (2:1) und Ecuador (1:2) in der Vorrunde "haben aufgezeigt, dass es einige Baustellen gibt im Spiel, die angegangen werden müssen", führte Hummels aus, gab sich da aber wenig zuversichtlich: "Wir werden sehen, wie viel man davon wirklich noch korrigieren kann in der kurzen Zeit."

Was ihm am meisten Sorgen bereite? "Die Konter-Anfälligkeit - sowohl durch die einfachen Ballverluste, als auch in der Struktur, in dem System oder wie die Spieler stehen. Das sind alles Sachen, über die kann man sprechen, aber man kann sie nicht so schnell korrigieren, als dass das auf Null gefahren werden könnte."

Der Bundestrainer Hummels würde daher überlegen, ob er einen Spieler "auf die Sechs packt, der fast ausschließlich für die Kontervermeidung zuständig ist, man nennt es neudeutsch 'Holding Six'. Oder man erteilt einem der Spieler, die schon gespielt haben, diese Aufgabe. Aber zumindest über einiges nachdenken muss man und wird es auch tun."

Ob Bundestrainer Julian Nagelsmann dann für das Sechzehntelfinale am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV), höchstwahrscheinlich gegen Paraguay, wirklich etwas ändern wird? "Wenn ich mich festlegen muss", sagte Hummels, "ich glaube nein."