Girondins Bordeaux vor der Rettung: "Für einen Euro" gekauft
Ein britischer Investmentfonds hat mit dem abgestürzten Traditionsverein aus Frankreich eine Übernahme vereinbart. Die Spielberechtigung könnte folgen.
Der finanziell schwer angeschlagenefranzösische Ex-Meister Girondins Bordeaux hat einen wichtigen Schritt unternommen, um seine landesweite Spielsperre aufzuheben. Der wegen seiner Zahlungsunfähigkeit gesperrte Fußball-Traditionsklub teilte am Mittwoch mit, dass mit dem britischen Investmentfonds Park Bench eine Übernahme vereinbart worden sei. Mit dem Käufer könnte auch der drohende Bankrott abgewendet werden.
Der Kauf erfolge "für einen symbolischen Euro mit Übernahme der Schulden", schrieb der sechsmalige französische Meister, der bereits wegen seiner finanziellen Schieflage in die sechste Liga abgestuft worden war. Die neuen Eigentümer sollen in den kommenden Tagen von der regionalen Kontroll- und Managementkommission der Liga angehört werden.
Das Gremium muss den Wechsel der Eigentümerstruktur sowie den Etat für die Saison 2026/2027 genehmigen. Erst danach könnten die Girondins offiziell in der Régional 1 antreten. In der Folge muss sich allerdings noch ein Handelsgericht mit dem Fall befassen, um die Restrukturierung abzusichern.
Girondins gehört zu den renommiertesten Vereinen Frankreichs. 1881 gründete sich der Klub nahe der Atlantikküste im Südwesten des Landes. Für Girondins spielten einst auch Zinédine Zidane und die Bayern-Legende Bixente Lizarazu.