FC-Trainer Wagner: "Unsicherheit im Bezug auf meine Person"

Dem 38-Jährigen ist bewusst, dass er sich das "Vertrauen erarbeiten" muss. Gleichwohl arbeitet er für den Erfolg sehr hart.

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Engagiert an der Seitenlinie: René Wagner
Engagiert an der Seitenlinie: René Wagner. Foto: AFP/SID/THOMAS KIENZLE

Der junge Trainer René Wagner kann die Skepsis im Umfeld des 1. FC Köln ihm gegenüber verstehen. "Ich spüre die Sorge, dass es nicht funktioniert, und die Unsicherheit in Bezug auf meine Person. Das kann ich nachvollziehen", sagte der 38-Jährige im Kölner Stadt-Anzeiger: "Dieses Vertrauen muss ich mir als junger Trainer erarbeiten, das ist mir klar. Gleichzeitig bin ich nicht zum Spaß jeden Tag um halb sechs hier. Mir ist die Verantwortung für diesen Verein sehr bewusst."

Nach dem Aus von Lukas Kwasniok hatte Wagner zunächst als Interimstrainer übernommen, mittlerweile ist er Chef. "Mir ist bewusst: Unsere Aufgabe ist es, Spiele zu gewinnen. Ich habe Verständnis dafür, wenn Menschen von außen Fragen stellen, kritisieren und nicht auf Anhieb verstehen, warum etwas passiert oder Dinge Zeit brauchen", sagte der Coach: "Damit kann ich sehr gut umgehen, da mir das in Köln von Anfang an bewusst war. Außerdem kenne ich meinen Lebenslauf: Ich habe keine 200 Bundesligaspiele und bekomme vielleicht nicht 15 Chancen. Aber ich tue mit meinem Team jeden Tag alles dafür, dass wir unsere Chance nutzen."

Nach einem gelungenen Saisonstart mit einem Sieg gegen die TSG Hoffenheim schwächelte der FC zuletzt. Es folgten zwei Niederlagen und ein Unentschieden, momentan belegt Köln den 13. Platz. "Die Unterstützung ist da – aber der Kredit ist nicht unbegrenzt", betonte Wagner: "Wir dürfen uns entwickeln, müssen gleichzeitig aber auch Spiele gewinnen, daran werden wir gemessen."

Nach der Länderspielpause folgt am 11. Oktober unmittelbar das Derby gegen Borussia Mönchengladbach. "Dass dieses Spiel besonders ist, müssen wir niemandem erklären – außer vielleicht den Jungs aus England", sagte Wagner mit Blick auf Mikey Moore und Jahmai Simpson-Pusey: "Ihnen werden wir vorher zeigen, was dieses Derby bedeutet. Wir bereiten uns im Training gerade auf verschiedene Szenarien vor, weil Gladbach nach der XL-Länderspielpause mit einem neuen Trainer kommt."