Ganz Bayern im Widerstand

Hirnhautreizung bei Kompany, Sorgen um Musiala, zu viele Verletzte: Die Münchner rücken zusammen. Das 2:2 des BVB war trotzdem keine Kampfansage.

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RECORD DATE NOT STATED 31.10.2026, Fussball Bundesliga 2026 2027, 8.Spieltag, FC Bayern München - Borussia Dortmund, in der Allianz-Arena München, v.li: Harry Kane (FC Bayern München), Natha
Foto: IMAGO/MIS

Von Thomas Niklaus

Es passiert gerade schon sehr viel beim FC Bayern - und wenig Erfreuliches. Die Hirnhautreizung bei Trainer Vincent Kompany, die neurologischen Probleme bei Jamal Musiala oder der plötzliche Tod von Joshua Kimmichs Vater sind das eine, die zahlreichen Verletzungen von Stars das andere. Es ist Resilienz gefragt. Und gerade in dieser aktuell schwierigen Phase erweckt der Rekordmeister den Eindruck, noch enger zusammengerückt zu sein.

Auf dem beschwerlichen Weg zu den höchsten Zielen, die sich die Münchner wie jede Saison setzen, können solche Erfahrungen durchaus noch hilfreich sein. Im Moment geht es für die Bayern aber in erster Linie darum, halbwegs unbeschadet aus dem Tal herauszukommen. Am Dienstag in der Champions League bei Atlético Madrid steht dabei ein echter Härtetest bevor, zumal hinter Torjäger Harry Kane möglicherweise die komplette Offensivreihe wegbricht. Da kann sich zeigen, ob die Bayern wirklich dieses TEAM sind, das gerade alle loben.

Auch im Klassiker gegen Borussia Dortmund steckten die Münchner tapfer einige Rückschläge weg - zum Sieg reichte es dennoch nicht, weil plötzlich auch ein Weltfußballer ungewohnte Schwächen zeigte und viermal das Aluminium im Weg stand. Deshalb war es auch klug vom BVB, das 2:2 nicht überzubewerten. Klar kann die Borussia, die zweimal einen Rückstand aufholte, aus ihrem Auftritt Mut schöpfen. Für eine echte Kampfansage im Titelkampf an die angeschlagenen Bayern reichte es aber bei weitem nicht. Dazu ist in München in den vergangenen Wochen einfach viel zu viel passiert.