Endlich Matchwinner: Aber Undav ist "egal, ob ich das Tor mache"
Deniz Undav schießt den VfB Stuttgart ins Achtelfinale. Doch wer letztendlich trifft, ist dem Stürmer egal.
Von einer persönlichen "Erlösung" nach seinem Torerfolg in der zweiten Runde des DFB-Pokals wollte Deniz Undav nichts wissen. Ihm fehle doch "nur ein Bundesliga-Tor", wehrte der Kapitän des VfB Stuttgart erst die Frage lässig ab, räumte dann aber doch ein: "Es ist ein schönes Gefühl, dann auch das Entscheidende zu machen." Aber: "Der Sieg steht an erster Stelle, mir ist egal, ob ich das Tor mache."
Dies sei "nicht gelogen", betonte der Angreifer. Trotzdem aber dürfte sein Lucky Punch in der Nachspielzeit zum hart umkämpften 1:0 (0:0)-Sieg in Überzahl beim Ligarivalen SC Paderborn Balsam auf der Seele des immer wieder so heftig kritisierten Stürmers sein.
Wer nach den Leistungen in der Liga der vergangenen Wochen "nicht aufgewacht ist, der müsste wenigstens heute aufgewacht sein", sagte Undav, der sich auf sein Team fokussierte: "Weil so, wie wir in der ersten Halbzeit, oder bis zur Roten Karte gespielt haben, war es nicht gut. Alle, die ganze Mannschaft - ich voran."
Für den 30-Jährigen läuft es in dieser Saison bisher noch nicht rund: Auf sein erstes Ligator oder gar eine Vorlage wartet er noch immer, zuletzt gelang wenigstens in der Champions League ein Treffer. Von Bundestrainer Jürgen Klopp wurde Undav trotz XXL-Kader nicht berücksichtigt. Doch auch sein Team bleibt bisher hinter den Erwartungen zurück, nur zwei Siege in sieben Ligaspielen holten die Schwaben.
Schon am Samstag (15.30 Uhr) wartet bei Bayer Leverkusen die nächste schwere Aufgabe. "Mir ist es egal, wie wir spielen", erklärte Undav entschieden: "Hauptsache, wir gewinnen."