"Bin kein Zauberer": Renard nimmt Tunesiens Team in die Pflicht
Tunesien geht mit einem neuen Trainer in das zweite WM-Gruppenspiel gegen Japan. Der fordert eine Reaktion seiner Mannschaft.
Hervé Renard hat Tunesiens Fußball-Nationalmannschaft vor dem wichtigen zweiten Spiel der Gruppe F am Sonntagmorgen gegen Japan (6.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in die Pflicht genommen - und seine eigene Rolle als neuer Nationaltrainer des WM-Starters in den Hintergrund gestellt. "Ich habe gehört, dass ich als 'Zauberer' bezeichnet wurde. Ich bin kein Zauberer", sagte der Franzose.
Tunesien hatte nach der heftigen Auftaktniederlage gegen Schweden (1:5) Trainer Sabri Lamouchi mit sofortiger Wirkung entlassen. Die Nachfolge trat sein Landsmann Renard an. "Der Trainer ist nicht der Schlüssel. Der Schlüssel sind die Spieler", sagte Renard: "Es geht um den kollektiven Teamgeist, dieses Bewusstsein ist der Schlüssel."
Die Spieler hätten ihm seit seiner Ankunft aufmerksam zugehört. "Wir müssen zu den Grundlagen zurückkehren. Wir müssen diszipliniert und als Einheit spielen. Als Team zu spielen, ist unsere einzige Hoffnung", sagte Renard: "Die japanische Mannschaft hat diesen Teamgeist, sie spielen als Einheit."
Die tunesischen Anhänger bat Renard, im "Hier und Jetzt" zu leben und den Blick nach vorn zu richten. "Bitte unterstützt uns. Glaubt an uns. Behaltet die Hoffnung. Unsere Reaktion sollte der großen Mehrheit, die unsere Mannschaft unterstützt, ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Wir wollen Revanche."