Zwei Torhüter-Welten: Baumann ist "sauer", Nübel hat "Spaß"

Die Gefühlslage bei Oliver Baumann und Alexander Nübel hätte nach dem Duell in der Europa League kaum gegenteiliger sein können.

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Oliver Baumann steckt mit der TSG Hoffenheim im Tief
Oliver Baumann steckt mit der TSG Hoffenheim im Tief. Foto: picture-alliance/dpa/SID/Uwe Anspach

Im gemeinsamen TV-Interview nach dem Spiel standen Oliver Baumann und Alexander Nübel dicht beieinander, auf Gefühlsebene trennten die beiden deutschen Torhüter nach dem Duell in der Europa League jedoch Welten. "Natürlich bin ich sauer, wenn wir drei Gegentore bekommen", sagte Baumann bei RTL nach der 2:3 (0:0)-Niederlage gegen Nübels neuen Klub Besiktas Istanbul: "Wir bekommen aktuell einfach zu viele Gegentore, und das kotzt mich natürlich an."

Denn Istanbuls Michael Amir Murillo (60.) und Oh Hyeon-gyu (72., 79.) hatten nicht nur für die zweite Niederlage im Wettbewerb gesorgt. Der Tabellen-17. der Fußball-Bundesliga kassierte am Donnerstagabend auch seine vierte Pflichtspiel-Niederlage nacheinander, daran änderten auch die Tore durch Fisnik Asllani (68.) und Koki Machida (88.) nichts. "Wir dürfen die Situation nicht schlechter reden, als sie ist. Natürlich haben wir in der Europa League noch keine Punkte und in der Bundesliga zu wenige", sagte Baumann.

Man müsse mit Blick auf das anstehende Kellerduell in der Bundesliga gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 17.30 Uhr/DAZN) nun aber "schnell die Köpfe freibekommen. Wir müssen Dinge ansprechen und verbessern, aber gleichzeitig auch das mitnehmen, was heute gut war. Ich glaube, wir haben es Besiktas phasenweise sehr schwer gemacht. Das können wir durchaus mitnehmen."

Ganz anders sieht die sportliche Realität Nübels aus. Der 30-Jährige, der anders als Baumann vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp im September in dessen XXL-Kader berufen worden war, feierte mit Besiktas den zweiten Sieg in der Europa League. In der türkischen SüperLig ist Istanbul Tabellenzweiter. "Es macht momentan sehr viel Spaß, weil wir emotional spielen und als Mannschaft zusammenstehen", sagte Nübel, der mit dem Sieg bei der TSG "zufrieden" war: "Es ist nicht einfach in Hoffenheim. Zwei Gegentore sind immer ätzend, aber das Wichtigste ist, dass wir das Spiel gewinnen."