Zingler kündigt Union-Trainer-Entscheidung im Mai an

Union hat wohl drei Trainer in der engeren Auswahl.

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Zingler kündigt Union-Trainer-Entscheidung im Mai an
Foto: © picture alliance/dpa/SID/Soeren Stache

Präsident Dirk Zingler vom Fußball-Bundesligisten Union Berlin hat einen groben Zeitplan für die Verpflichtung eines neuen Cheftrainers vorgestellt. Im Rahmen einer Medienrunde vor der Mitgliederversammlung erklärte Zingler am Dienstag, man hoffe, "schon noch im Mai eine Entscheidung verkünden zu können."

Nachdem Marie-Louise Eta interimsweise die Profi-Mannschaft übernommen hatte und nach dem letzten Spieltag verabschiedet worden war, sucht der Hauptstadtklub nun eine langfristige Lösung. "Erst haben wir eine lange Liste gehabt, dann haben wir eine kurze Liste gehabt, dann haben wir noch drei Kandidaten gehabt und mit drei Kandidaten haben wir uns getroffen und Gespräche geführt", sagte Zingler. Aus diesem Trio werde schließlich ein Trainer ausgewählt. Dabei gelte jedoch: "Sorgsamkeit vor Schnelligkeit."

Zuletzt hieß es nach übereinstimmenden Medienberichten, dass die Köpenicker den Schweizer Meistercoach Mauro Lustrinelli vom FC Thun in die Hauptstadt holen wollen.

Dem Verein sei bewusst, dass die "Kaderplanung mit dem neuen Cheftrainer natürlich wichtiger ist als ohne den neuen Cheftrainer". Gleichzeitig sprach Zingler Eta erneut großes Lob aus. "Ich bin fest davon überzeugt, dass Frau Eta irgendwann hauptverantwortlich Trainerin einer Männermannschaft wird. Ist ja ganz klar. Ansonsten hätten wir ihr diese fünf Spiele nicht gegeben."

Grundsätzlich zeigte sich der 61-Jährige zufrieden mit der abgelaufenen Saison. Allerdings sei "aus den vergangenen Jahren, wo wir deutlich überperformt haben, eine Erwartungshaltung entstanden", die der Verein so nicht teile. "Wir sind deutliche Überperformer", sagte Zingler.

Auch zum geplanten Umbau der Alten Försterei äußerte sich der Präsident und nannte einen groben Zeitplan. "Wir gehen davon aus, dass wir die Saison 2027/2028 im Olympiastadion spielen. Wir werden die ersten Aufträge im Sommer 2026 vergeben, damit wir auch im Mai 2027 anfangen können." Man befinde sich dabei "in Abstimmung mit Hertha BSC und dem Olympiastadion". Zudem betonte Zingler: "Wir respektieren natürlich, dass das Olympiastadion die Heimat von Hertha BSC ist."