Wück adelt Kett: "Unfassbares Spielverständnis"
Die 21-Jährige vom FC Bayern hat sich seit ihrem Debüt 2025 rasant etabliert. Vor dem Japan-Spiel schwärmt der Bundestrainer von ihren Qualitäten.
Erst 14 Länderspiele, aber nicht mehr wegzudenken: Franziska Kett vom FC Bayern hat sich im Eiltempo zur Stammkraft im DFB-Team hochgearbeitet. "Für uns ist sie ein ganz fester Bestandteil dieser Nationalmannschaft", sagte Bundestrainer Christian Wück vor dem zweiten Härtetest der WM-Saison gegen Japan am Dienstag (17.45 Uhr/ARD).
Nach Verletzungsproblemen zu Beginn der Profi-Karriere sei die 21 Jahre alte Außenverteidigerin nun so weit, "dass sie eine Saison durchspielen kann, dass sie jeder Mannschaft auf der Welt helfen kann, weil sie eine unheimlich gute Technik hat", führte Wück vor dem Länderspiel in Bremen aus: "Sie hat eine gewisse Schnelligkeit, sie hat ein unfassbares Spielverständnis." Dass sie im Nationalteam wie im Verein mit Klara Bühl die linke Seite beackert, sei ein weiterer Vorteil.
"Es ist schon sehr viel passiert im letzten Jahr und es ging irgendwie alles sehr schnell", sagte die im niederbayerischen Deggendorf geborene Kett selbst zu ihrem Aufstieg seit dem DFB-Debüt im April 2025 und dem folgenden Durchbruch bei der EM in der Schweiz.
Fehlt nur noch das Premierentor im Nationalteam - beim 1:0 gegen Australien am Freitag (4:2) fehlte nicht viel, doch Ketts Kopfball drückte am Ende noch Melissa Kössler über die Linie. "Melissa hat sich tatsächlich bei mir entschuldigt", erzählte Kett schmunzelnd: "Das war mein erster Kopfball im gegnerischen Sechzehner. Deswegen wäre das cool gewesen, wenn der drin gewesen wäre. Aber ich habe mich für sie auch sehr gefreut."