WM-Mitausrichter Mexiko mit Kampagne gegen Homophobie

Mehrere Fußball-Größen des Landes unterstützen die Initiative.

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WM-Mitausrichter Mexiko mit Kampagne gegen Homophobie
Foto: © picture-alliance/NurPhoto/SID/Eyepix

20 Tage vor Beginn der Fußball-WM (11. Juni bis 19. Juli) hat Co-Gastgeber Mexiko eine Kampagne zur Bekämpfung homophober Beleidigungen in Stadien gestartet. Der an die Fans der Mittelamerikaner gerichtete Slogan "La Ola ja, homophobe Rufe nein" soll nach Angaben des nationalen Verbandes bis zum Beginn des Turniers, das Mexiko zusammen mit den USA und Kanada ausrichtet, im Internet geschaltet und ab Freitag als Banner bei den letzten WM-Testspielen der mexikanischen Nationalmannschaft ausgerollt werden.

"Ziel dieser Kampagne ist es, die Fans für die Bedeutung zu sensibilisieren, die mexikanische Nationalmannschaft mit der La Ola zu unterstützen und nicht mit diskriminierenden Rufen, die von der FIFA sanktioniert werden", teilte der Verband mit. Mexikos Nationaltrainer Javier Aguirre oder auch nationale Idol Hugo Sanchez unterstützen die Initiative.

Homophobe Beleidigungen durch eine immer wiederkehrende Diskriminierung gegnerischer Torhüter sind seit 2004 ein dauerhaftes Problem im mexikanischen Fußball. Bei WM-Turnieren fielen Mexikos Fans dadurch 2014 in Brasilien und vier Jahre später in Russland negativ auf. 2018 mussten die Mittelamerikaner wegen des diskriminierenden Verhaltens ihrer Anhänger im Gruppenspiel gegen den damaligen Titelverteidiger Deutschland eine Geldstrafe von umgerechnet 10.000 Euro bezahlen.