Vorwürfe gegen Mendes: Kap Verde blockt alle Fragen ab

Der Inselstaat steht vor dem größten Spiel seiner Geschichte - doch Anschuldigungen gegen den Kapitän werfen einen Schatten auf die Partie.

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Vorwürfe gegen Mendes: Kap Verde blockt alle Fragen ab
Foto: © AFP/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/FLORENCIA TAN JUN

Vor dem größten Spiel der Geschichte des WM-Außenseiters Kap Verde sind alle Fragen zu den schwerwiegenden Vorwürfen gegen Kapitän Ryan Mendes (36) abgeblockt worden. Die Anschuldigungen gegen den Nationalspieler, der laut mehreren internationalen Medienberichten wegen einer in Neuseeland eingereichten Vergewaltigungsanzeige einer Brasilianerin unter Verdacht stehen soll, warfen einen Schatten auf das Sechzehntelfinale des afrikanischen Inselstaates gegen Weltmeister Argentinien (Samstag, 0.00 Uhr MESZ/MagentaTV).

Dreimal richteten Reporter bei der Pressekonferenz vor der Partie in Miami Fragen zu Mendes an Nationaltrainer Pedro Leitao Brito, dreimal wies ein Offizieller des Verbandes diese zurück. "Wie beeinflussen die Vorwürfe die Konzentration Ihres Teams?", fragte ein Journalist. "Nächste Frage, bitte", lautete die Antwort des Pressesprechers. Ein weiterer Medienvertreter fragte, ob der Trainer die Anschuldigungen ernst nehme. Die Antwort? Es seien "nur Fragen zum Spiel" gestattet. Ein anderer Journalist wollte wissen, wie sich Mendes vor dem Spiel gegen Argentinien fühle. "Haben Sie keine anderen Fragen?", entgegnete der kapverdische Offizielle.

Den Berichten zufolge wirft eine brasilianische Staatsbürgerin, die vom neuseeländischen Fußballverband als Übersetzerin engagiert worden war, dem Kapitän der "Blauen Haie" vor, sie vergewaltigt zu haben. Die Vorfälle sollen sich demnach am 27. März in einem Hotel in Auckland ereignet haben.

Der kapverdische Verband gab auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP keinen Kommentar ab. Auch der Weltverband FIFA äußerte sich nicht und erklärte lediglich, er stehe "in Kontakt mit den neuseeländischen Behörden". Die neuseeländische Polizei lehnte eine Stellungnahme gegenüber The Athletic ab, hatte aber zuvor bestätigt, dass die Ermittlungen andauern.