Vor WM-Test: "Merkwürdige" Kontrolle trifft Usbekistan

Der ungewöhnliche Empfang vor dem Testspiel gegen die Niederlande hat keinen Einfluss auf die Leistung. Beim 1:2 verkauft sich der Außenseiter teuer.

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Vor WM-Test: "Merkwürdige" Kontrolle trifft Usbekistan
Foto: © picture-alliance/ANP/SID/Koen van Weel

Vor dem letzten WM-Testspiel gegen die Niederlande musste sich die usbekische Nationalmannschaft bei der Ankunft im Stadion einer ungewöhnlichen Kontrolle unterziehen. Wie Videoaufnahmen auf der Plattform X zeigen, wurden die Spieler bereits von der Stadionsecurity erwartet, als der Bus mit dem Team des italienischen Trainers Fabio Cannavaro am Icahn Stadium in New York City eintraf.

"Sie sagten zu mir, das seien die Regeln, aber am Ende wurden nur wir kontrolliert", sagte Cannavaro nach der Partie. Der frühere Weltfußballer und Weltmeister von 2006 fügte hinzu, dass er die Situation als "merkwürdig" empfand.

Männer in blauer Uniform empfingen die Mannschaft mit tragbaren Metalldetektoren. Sichtlich irritiert breitete der erste Betreuer die Arme aus und ließ sich scannen. In einer langen Schlange, die bis in den Bus hineinreichte, warteten die Spieler darauf, abgesucht zu werden, bevor sie das Stadion betreten durften. So wurde schließlich jeder nacheinander mit nur einem einzigen Gerät abgescannt.

In der Zwischenzeit schnüffelte ein Spürhund an den Taschen der Spieler, die das Stadionpersonal zunächst aus dem Gepäckfach des Busses entladen hatte. Erst nachdem alle Spieler und Teammitglieder kontrolliert worden waren, begab sich die usbekische Mannschaft ins Stadioninnere.

Die Kontrollen hatten jedoch keinen Einfluss auf das Spiel. Usbekistan verkaufte sich teuer und unterlag der Elftal von Trainer Ronald Koeman knapp mit 1:2 (0:1). Cody Gakpo traf für die Niederlande doppelt per Elfmeter (32., 90.+8). Igor Sergejew (90.+2) glich für die Usbeken zwischenzeitlich aus.

Usbekistan, das sich erstmals für eine WM-Endrunde qualifiziert hat, trifft in Gruppe K auf Kolumbien (17. Juni), Portugal (23. Juni) und die Demokratische Republik Kongo (27. Juni). Die Niederlande gehen als Mitfavoriten auf den Titel in Gruppe F ins Rennen. Dort spielt Oranje zunächst gegen Japan (14. Juni), anschließend gegen Schweden (20. Juni) und zum Abschluss gegen Tunesien (25. Juni).