Chaos in Italien: Pirlo ist wohl raus, Maldini schmeißt hin
Italiens Fußballverband braucht wohl nun nicht nur einen Nationaltrainer, sondern auch einen neuen Technischen Direktor.
Nächster Paukenschlag in Italien: Weil Andrea Pirlo offenbar nicht neuer Fußball-Nationaltrainer wird, ist Paolo Maldini laut übereinstimmenden Medienberichten nach nur 16 Tagen als Technischer Direktor beim Verband FIGC zurückgetreten. Auch der Brasilianer Leonardo als Berater hört demnach auf.
Offiziell bestätigt wurden die Personalien am Abend zunächst nicht, laut Gazzetta dello Sport auch nicht vor Ort nach einem Treffen von Verbandspräsident Giovanni Malagò mit Vertretern von Liga und Verbänden in Rom.
Das Fußball-Idol Maldini hatte seinen Rückzug bereits angedroht, nachdem Pirlo als Trainerkandidat angesichts eines Vertrages mit einem russischen Wettanbieter (Fonbet) in die Kritik geraten und beim Verband FIGC daher in Ungnade gefallen war. Zuvor hatten bereits die Wunschtrainer Pep Guardiola und Carlo Ancelotti abgesagt, Maldini setzte sich für Pirlo ein.
Verbandsboss Malagò muss nun schnellstmögliche eine neue Lösung finden. Als möglicher Kandidat für den Trainerposten gilt nun unter anderem wieder Roberto Mancini, als Technischer Direktor wird Giorgio Chiellini gehandelt.
"In der vergangenen Nacht habe ich erfahren, dass ich kein Kandidat mehr für den Cheftrainerposten der italienischen Nationalmannschaft bin", hatte Pirlo, Weltmeister von 2006, am Montagmorgen bei Instagram geschrieben. Zugleich wehrte er sich "mit großer Verbitterung" gegen die Vorwürfe.
"Die berufliche Zusammenarbeit, die Gegenstand der jüngsten Kontroverse war, entstand im Rahmen meiner Tätigkeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ist ausschließlich kommerzieller und sportlicher Natur", rechtfertigte sich Pirlo. Der 47-Jährige, derzeit noch Trainer des Dubai FC, hatte unter anderem im Mai an einem "Tag des Fußballs" in Moskau teilgenommen, Veranstalter war Fonbet.