"Verschwörung": Platini zeigt Infantino an

Der ehemalige UEFA-Präsident reicht im Streit um die Präsidentschaftskandidatur in Frankreich zwei Klagen ein.

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"Verschwörung": Platini zeigt Infantino an
Foto: © AFP/SID/FABRICE COFFRINI

Michel Platini will FIFA-Präsident Gianni Infantino vor Gericht zerren. Der 70-Jährige hat in Frankreich zwei Klagen eingereicht, neben Infantino richten sich diese auch gegen weitere ehemalige FIFA-Funktionäre. Das geht aus einer Erklärung Platinis wenige Tage vor dem Start der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada hervor, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Darin heißt es unter anderem, die französische Justiz habe "die Aufgabe, die gegen den französischen Fußballspieler Michel Platini geschmiedete Verschwörung vollständig aufzudecken, die darauf abzielte, ihn daran zu hindern, die ihm versprochene FIFA-Präsidentschaft anzutreten".

Nachdem Sepp Blatter 2015 als FIFA-Präsident zurückgetreten war, galt der damalige UEFA-Präsident Platini als der aussichtsreichste Kandidat für dessen Nachfolge. Eine Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken an Platini machte den Plan des Franzosen allerdings zunichte. Stattdessen wurde Infantino, der damalige Generalsekretär der UEFA, an die Spitze des Weltverbands gewählt.

Platini wurde wegen angeblichen Betrugs angeklagt, im letzten Jahr allerdings freigesprochen. Auf gerichtlichem Wege will Platini nun versuchen, "Entschädigung für alle Schäden zu erwirken, die ihm durch die Taktiken entstanden sind, mit denen seine Wahl zum FIFA-Präsidenten verhinderten wurden", hieß es.

Zuvor hatte Platini in der Schweiz bereits zwei separate Anzeigen erstattet, keine davon kam vor Gericht.