"Unheimlicher Wille": Warum Wück ein Wamser-"Fan" ist
Nach Giulia Gwinns Ausfall rückt die 22 Jahre alte EM-Entdeckung von Bayer Leverkusen wieder in den Fokus.
Wenn Giulia Gwinn verletzt ist, schlägt die Stunde von Carlotta Wamser. "Ich bin Fan von Carlotta", sagte Bundestrainer Christian Wück über die EM-Entdeckung, "sonst hätten wir ihr das auch nicht zugetraut, so früh bei uns so eine wichtige Persönlichkeit zu werden."
Schon bei der EURO im vergangenen Sommer war Wamser rechts in der Viererkette in die Bresche gesprungen, als Gwinn mit einer Knieverletzung gleich im ersten EM-Spiel für den Rest des Turniers ausfiel. In der WM-Qualifikation gegen Österreich am Samstag (18.00 Uhr/sportschau.de) in Ried wird die 22-Jährige von Bayer Leverkusen wieder gefragt sein, da die an der Schulter verletzte Kapitänin Mitte der Woche abreisen musste.
"Man sieht ihr einfach an, dass sie einen unheimlichen Willen an den Tag legt", schwärmte Wück und hob Wamsers Engagement "sowohl im Training als auch in den Spielen" hervor: "Ihre Einstellung ist für mich immer wieder eine Freude."
Was der gebürtigen Herforderin noch fehle? "So ein bisschen dieser kühle Kopf, diese Cleverness", erklärte der Bundestrainer - wie zuletzt beim schweren Stellungsfehler vor dem Gegentreffer beim 5:1 am Dienstag in Nürnberg gegen die ÖFB-Auswahl. "Ich sage jeder Spielerin, dass sie Fehler machen soll, dass sie sich ausleben soll auf dem Platz", so Wück: "Wir müssen es nur hinbekommen, dass wir aus diesen Fehlern eben lernen."