"Unfassbar gehalten": Backhaus wird zu Salahs Albtraum

Der Freiburger Keeper überragt beim 1:0 in Trabzon - und kann sich vor Lob kaum retten.

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Viel Lob für Mio Backhaus
Viel Lob für Mio Backhaus. Foto: picture-alliance/dpa/SID/Harry Langer

Igor Matanovic schlurfte völlig ausgepumpt über den Rasen im mittlerweile leeren Papara Park Stadyumu von Trabzonspor auf den Mann des Abends zu. Der Stürmer des SC Freiburg wusste wie alle Teamkollegen, bei wem er sich zu bedanken hatte. "Mio hat heute unfassbar gehalten", sagte Matanovic bei RTL und klopfte jenem Mio, Nachname Backhaus, auf die Schulter, "das konnte selbst der Salah kaum glauben."

Dass die Freiburger im schweren Auswärtsspiel der Conference League im Hexenkessel von Trabzon die frühe Führung durch Lukas Kübler (17.) zum 1:0 (1:0)-Sieg gegen das Team um den langjährigen Liverpool-Topstar Mohamed Salah über die Zeit brachten, war in der Tat zu einem großen Teil Backhaus zuzuschreiben.

Mehrmals rettete der U21-Nationalkeeper großartig, gleich zweimal dabei aus kürzester Distanz gegen Salah. Der mittlerweile 34 Jahre alte Ägypter, der 193-mal in der Premier League getroffen hat, wollte schier verzweifeln.

Backhaus selbst mochte gar nicht groß über seine Heldentaten sprechen. Der 22-Jährige grinste zufrieden vor sich hin und sagte ganz mannschaftsdienlich: "Ich freue mich über die drei Punkte hier."

Der im Sommer aus Bremen verpflichtete Keeper lässt seinen Vorgänger Noah Atubolu immer mehr vergessen. Atubolu hatte Freiburg in der Vorsaison ins Finale der Europa League geführt, dann fühlte er sich zu Höherem berufen und wechselte schließlich nach Frankfurt. Mit einem Backhaus in aktueller Form ist dem Sportclub aber eine weitere europäische Traumsaison durchaus zuzutrauen.

SC-Trainer Julian Schuster nahm den Sahnetag seines Torwarts erfreut zur Kenntnis, wollte ihn aber nicht über den Rest der Mannschaft stellen. "Mio, aber auch die Innenverteidiger und der ganze Verbund - das war eine herausragende Leistung", sagte Schuster und stellte sehr befriedigt fest: "Wir haben es hier geschafft, dass es mehr Pfiffe gegen das eigene Team gab als gegen uns. Das muss man erstmal hinbekommen."