Tore? Undav: "Wie auf Toilette zu gehen"
Deniz Undav schaut sich bei der WM selbst ungläubig zu. Ein besonderer Glücksbringer gibt ihm Kraft.
Deniz Undav kann seinen Lauf auf der Weltmesse des Fußballs kaum fassen - dabei ist das Toreschießen für ihn das Normalste überhaupt. "Ich höre immer, das sei einzigartig, Gerd Müller, dies und das. Aber für mich ist es, wie auf Toilette zu gehen, das habe ich einfach drin", sagte der deutsche Nationalstürmer im Interview mit DFBtv.
Bei der WM in Amerika hat Julian Nagelsmanns Super-Joker bereits drei Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet. "Es ist wie im Traum. Es ist nicht real", sagte er. "Ich habe immer getroffen, aber so, auf der Bühne, international, auf der ganzen Welt, noch nie." Seit dem Spiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) bemerke er, dass sein Name "überall im Umlauf ist. Damit habe ich nicht gerechnet, weil ich immer übersehen worden bin. Ich war nie der große Name, ich war immer der Deniz."
Selbstverständlich wolle er von Beginn an spielen, betonte der Torjäger vom VfB Stuttgart. "Aber wenn es nicht so ist, muss ich einfach weitermachen. Ich kann immer Tore machen, ich gehöre hierher und habe mich etabliert." Er funktioniere, sagte er mit einem Fingerschnipsen, "gottseidank sofort, wenn ich auf dem Platz bin."
Sein Glücksbringer bei der WM ist ein Schnuller seiner Tochter: "Den hat meine Frau mir gegeben, ich habe ihn immer in der Tasche, das bedeutet mir viel. Aber Aberglauben habe ich nicht."