Tolga statt Tolcay: Cottbus kurz vor dem Aufstieg

Weil Tolga Cigerci spät trifft, steht Energie vor dem Aufstieg. Bislang war Bruder Tolcay für die Tore zuständig.

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Tolga statt Tolcay: Cottbus kurz vor dem Aufstieg
Foto: © picture alliance / Fotostand /SID/Weiland

Als Tolga Cigerci das erlösende Tor für Energie Cottbus erzielte, war auch Bruder Tolcay auf der Tribüne fix und fertig. "Mir sind die Tränen gekommen, ich kann nicht beschreiben, was da eben passiert ist. So nervös war ich noch nie", sagte der am Samstag gesperrte Angreifer nach dem 2:1 (1:1) gegen den SV Wehen Wiesbaden überglücklich. Weil der drei Jahre ältere Tolga in die Bresche sprang, ist die Rückkehr in die 2. Bundesliga nach zwölf Jahren zum Greifen nah.

"Ich muss das erstmal verarbeiten. Es war vogelwild", sagte Joker Tolga Cigerci nach seinem Siegtor in der 89. Minute bei MagentaSport. Zwei Wochen zuvor hatte noch Tolcay mit einem Dreierpack beim 5:3 gegen Rot-Weiss Essen geglänzt. Der Lohn: Cottbus geht als Tabellenzweiter in den letzten Spieltag, mit einem Sieg am Samstag bei Jahn Regensburg wäre der Aufstieg perfekt.

"Am Samstag gewinnen wir, und dann schenken wir der Stadt, dem Verein und uns den Aufstieg", sagte Tolga Cigerci. Die Chancen stehen gut: Mit 69 Punkten liegt Cottbus vor Aufsteiger MSV Duisburg und Essen (jeweils 67) und hat zudem die beste Tordifferenz des Trios. Auch ein Remis könnte also reichen.

RWE gewann am Samstag nach zuvor drei Niederlagen in Folge 1:0 (0:0) gegen den SC Verl, Gianluca Swajkowski traf in der 50. Minute. Im Saisonfinale muss Essen bei Absteiger SSV Ulm antreten. Nachbar Duisburg war am Freitag nicht über ein 0:0 bei Erzgebirge Aue hinausgekommen, hat gegenüber RWE vor dem finalen Heimspiel gegen Viktoria Köln auf Relegationsrang drei aber eine um sechs Treffer bessere Tordifferenz.