Staatsanwaltschaft ermittelt nach Pyro-Vorfällen in Frankfurt
Drei Personen sollen teils schwer verletzt worden sein. Die Eintracht verurteilte die Vorfälle bereits aufs Schärfste.
Nach dem massiven Pyro-Einsatz beim letzten Saisonspiel des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Das bestätigte die Behörde dem Hessischen Rundfunk am Freitag. Demnach werde in drei Fällen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft geht von drei verschiedenen Tätern aus.
Nach Angaben der Behörde fiel einer Frau beim Heimspiel der Eintracht gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Samstag eine brennende Pyrofackel auf die Schulter, sie erlitt schwere Verbrennungen. Eine weitere Frau sei von einem Feuerwerkskörper am Kopf getroffen worden, ihre Haare fingen Feuer. Bei einer dritten Person seien die Art und Schwere der Verletzung bislang unbekannt.
"Wir werden alles dafür tun, die Tatverdächtigen zu ermitteln, die dann mit erheblichen Konsequenzen rechnen müssen", sagte Oberstaatsanwalt Dominik Mies der Bild-Zeitung.
Die SGE-Anhänger hatten vor dem Anpfiff massiv Pyrotechnik abgebrannt, dies führte zudem zu einem verzögerten Spielbeginn. "Diese Aktion ist ein Wahnsinn, nicht nachzuvollziehen und vollkommen inakzeptabel", sagte Frankfurts Vorstandsmitglied Philipp Reschke im Anschluss: "Mit Böllern und vor allem Raketen nimmst du genau das in Kauf, was jetzt passiert ist."