Sprung auf Platz drei: Paderborn in der Relegation
Die Ostwestfalen springen am letzten Zweitliga-Spieltag auf Rang drei. Nun wartet der VfL Wolfsburg.
Der SC Paderborn hat die Hoffnung auf den dritten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga gewahrt - und fordert nun den VfL Wolfsburg in der Relegation. Durch ein 2:0 (1:0) bei Darmstadt 98 sprang das Team von Trainer Ralf Kettemann am 34. Zweitliga-Spieltag noch von Tabellenplatz vier auf Relegationsrang drei.
"Ich weiß gar nicht, ob es Erleichterung ist. Es ist schon eine große Freude, aber auch Müdigkeit nach so einem Spiel. Es war ein harter Kampf. Es gibt einige, die Tränen in den Augen hatten. Das gilt es zu ordnen, wir haben nicht lange Zeit. Die Saison ist noch lange nicht vorbei", sagte Kettemann bei Sky.
Stefano Marino (6.) und Sven Michel (89.) trafen in Darmstadt für die Paderborner, Filip Bilbija (62.) schoss einen Foulelfmeter an die Latte. Am Donnerstag treten die Ostwestfalen nun im Relegations-Hinspiel beim Tabellen-16. der Bundesliga in Wolfsburg an, am Pfingstmontag folgt das Rückspiel in Paderborn (beide 20.30 Uhr/Sat.1 und Sky). "Wenn sie eine Million Deutsche fragen, wer dieses Spiel gewinnt, würden wohl 999.999 Wolfsburg sagen", sagte Kettemann.
Der SCP hatte es 2014 und 2019 bereits ins Oberhaus geschafft, stieg jedoch jeweils direkt wieder ab.
In Darmstadt wären die Paderborner kurz nach Anpfiff fast kalt erwischt worden. Isac Lidberg (4.) traf für die Gastgeber aus der Drehung nur den Pfosten. Plötzlich waren die Gäste wach: Im direkten Gegenzug prüfte Marino (5.) Darmstadts Torwart Marcel Schuhen, ehe er dem Keeper nur eine Minute später nach einem tollen Steilpass von Mattes Hansen keine Chance ließ.
Elf Minuten später lenkte Schuhen einen Kopfball Marinos nach einer Freistoßflanke nur mit Mühe über die Latte, doch dann kam Darmstadt stärker auf, auch weil Paderborn einen Gang zurückschaltete. Die Hessen erspielten sich mehrere gute Chancen, vergaben diese jedoch durch Lidberg (25.) und Marco Richter (27./42.).
Nach der Pause rutschte ein langer Schlag von Schuhen durch, Darmstadts Killian Corredor (48.) scheiterte an Paderborns Schlussmann Dennis Seimen. Eigentlich waren die Hessen das aktivere Team, aber nach einem Foul an Jonah Sticker im Strafraum bekamen die Paderborner die große Chance, zu erhöhen. Doch Bilbija setzte den Elfmeter ans Aluminium. In der Folge übernahmen die Lilien wieder das Kommando. Seimen rettete doppelt gegen Lidberg (72.), Kai Klefisch (74.) jagte den Ball an den Querbalken. Paderborns Oldie Michel sorgte für die Entscheidung.