Reul zu Stadionsicherheit: "Vereine müssen jetzt liefern"

Der NRW-Innenminister will Versprechen umgesetzt sehen.

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Reul zu Stadionsicherheit: "Vereine müssen jetzt liefern"
Foto: © AFP/SID/INA FASSBENDER

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat beim Thema Stadionsicherheit kaum noch Geduld mit dem deutschen Profifußball. "Uns wurde viel versprochen vonseiten des DFB, der DFL und der Klubs. Ich will aber wissen, ob die Versprechen auch umgesetzt werden. Da bin ich mir nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre nicht sicher", sagte Reul der Sport Bild im Nachgang der zurückliegenden Innenministerkonferenz der Bundesländer: "Deshalb haben wir eine Evaluierung festgelegt, an der die Polizei beteiligt ist. Ich gehe den Weg zwar mit - aber die Vereine müssen jetzt liefern."

Kritik an der Einrichtung der Zentralen Aufsichts- und Überprüfungsstelle Stadionverbote (ZAÜS) weist Reul zurück. "Alle Vereine, die nicht kapieren, dass man solch eine zentrale Aufsicht braucht - und die ist ja noch sehr schwach, nur ein erster Schritt -, haben offensichtlich auch nicht verstanden, was in unseren Stadien stattfindet", sagte der CDU-Politiker: "Krawall, Ärger, Gefährdung von Menschen. Da fehlt mir jedes Verständnis. Die Vereine sollen nicht meckern, sondern ihren Job machen und beweisen, dass in ihren Stadien Ruhe herrscht. Wenn sie das hinkriegen, wird die ZAÜS gar nicht erst angerufen - und das Problem ist gelöst."

Sollte die Pyrotechnik-Problematik weiter eskalieren, will Reul härtere Maßnahmen ergreifen. "Wenn es sich doch ausweitet, ist das der Beweis dafür, dass wir handeln müssen. Denn dann bewegen sich diejenigen, die das Theater veranstalten, außerhalb der Regeln und des Rechts", sagte der 73-Jährige.

Laut Reul bleibt es allerdings vorerst dabei, dass nur Bremen die Polizeikosten für Hochrisikospiele in Rechnung stellt: "So ist der aktuelle Stand."