Real Madrid: Gegenkandidat von Pérez bringt sich in Stellung
Pérez ist seit 2009 ununterbrochen Präsident der Königlichen. Nun muss er sich mit einem Konkurrenten beschäftigen.
Florentino Pérez bekommt im Kampf um eine erneute Präsidentschaft beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid Konkurrenz. Der spanische Unternehmer Enrique Riquelme will bei der Präsidentschaftswahl der Königlichen kandidieren, wie er in einem Schreiben an das Wahlkomitee des Klubs ankündigte. Das berichten mehrere lokale Medien.
Bis Samstag hat der Präsident des Wasser- und Energiekonzerns Cox Zeit, seine Kandidatur formell einzureichen. Riquelme (37) wäre der erste offizielle Gegenkandidat zu Pérez, der seine erneute Bewerbung bereits angekündigt hat.
Die Frist für die Einreichung der Kandidaturen endet am 23. Mai. Voraussetzung für eine Zulassung sind eine mindestens 20 Jahre andauernde Vereinsmitgliedschaft sowie eine Garantie über 187 Millionen Euro, was 15 Prozent des jährlichen Klubhaushalts entspricht und durch private Vermögenswerte abgesichert sein muss. Gibt es mehr als einen Bewerber, organisiert das Wahlgremium eine Abstimmung unter den Mitgliedern.
Nach einer chaotischen Saison hatte Pérez zuletzt auf einer eiligst anberaumten Pressekonferenz Neuwahlen angekündigt. Der 79-Jährige sprach in der 64-minütigen Veranstaltung, bei der er sich immer wieder Wortgefechte mit einzelnen Journalisten lieferte, von einer "Schmutzkampagne" gegen seine Person und einer "Verschwörung" der Medien.
Die Königlichen waren in der zweiten Saison in Folge ohne Titel geblieben. Das gab es zuletzt 2009/10.
Der Bauunternehmer Pérez stand erstmals zwischen 2000 und 2006 an der Real-Spitze. 2009 kehrte er zurück, damals ohne Gegenkandidaten, und wurde seither 2013, 2017, 2021 und 2025 jeweils für vier Jahre ohne Wahl bestätigt.