PSG-Elfmeter: Für Experte Wagner berechtigt

Die Entscheidung gegen den FC Bayern fällt nach Videobeweis, ist aber umstritten.

Teilen
PSG-Elfmeter: Für Experte Wagner berechtigt
Foto: © AFP/SID/FRANCK FIFE

Das zwischenzeitliche 3:2 von Paris Saint-Germain gegen den FC Bayern im Halbfinale der Champions League hat bei den Münchnern für heftige Proteste gesorgt - für Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner war die Entscheidung in der Nachspielzeit der ersten Hälfte jedoch nachvollziehbar. "Der linke Arm geht raus und vergrößert die Abwehrfläche. Aus meiner Sicht ist es durchaus ein strafbares Handspiel, weil die Körperfläche verbreitert wird. Nach diesen Bildern eine korrekte Entscheidung", sagte Wagner bei Prime Video.

Schiedsrichter Sandro Schärer hatte zunächst weiterspielen lassen, als Alphonso Davies im Strafraum den Ball abwehrte. Nach Videostudium entschied der Schweizer dann aber doch auf Handelfmeter. Ousmane Dembélé ließ sich die Chance nicht nehmen. Davies hatte eine Dembélé-Flanke erst an die Hüfte bekommen, von da war der Ball an die Hand gesprungen. Die vorherige Hüftberührung habe aber, so Wagner, "keine Rolle gespielt".

Die Prime-Experten waren jedoch anderer Meinung. "Es ist wieder die Super-Slomo, das ist das Schlimmste im Fußball, da sieht alles viel schlimmer aus", sagte Christoph Kramer. Auch für Mats Hummels war es kein Elfmeter: "Nach dem Treffer fliegt die Hand so weg, dadurch sieht es schlimmer aus. Der Ball prallt von der Hüfte ab, ich dachte immer, dass es da keinen Elfmeter geben soll."