Portugal: Ronaldo beendet Karriere im Nationalteam

Nach dem jüngsten Streit mit Nationaltrainer Jesus zieht der Superstar einen Schlussstrich.

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Cristiano Ronaldo macht Schluss im Nationalteam
Cristiano Ronaldo macht Schluss im Nationalteam. Foto: AFP/SID/PATRICIA DE MELO MOREIRA

Superstar Cristiano Ronaldo (41) hat das Ende seiner Karriere in Portugals Fußball-Nationalmannschaft verkündet. Seine Entscheidung teilte der Europameister von 2016, der sich zuletzt einen öffentlichen Streit mit Nationaltrainer Jorge Jesus geliefert hatte, am Donnerstag in den Sozialen Medien mit. "Heute geht meine Reise in der Nationalmannschaft zu Ende", sagte Ronaldo nach 146 Toren in 234 Länderspielen in einer Videobotschaft.

"Der Tag ist gekommen, an dem ich das Trikot mit der Nummer 7 unserer Nationalmannschaft zurückgeben muss. Ich habe es nie als ausschließlich meins empfunden", sagte Ronaldo: "Es war keine einfache Entscheidung, denn es gibt Entscheidungen, die man nicht nur mit dem Kopf trifft. Man trifft sie auch mit dem Herzen."

Portugals Verband verabschiedete sein "ultimatives Symbol" Ronaldo "in tiefer Dankbarkeit" und kündigte eine "angemessene Würdigung" zum Abschied an. "Obrigado, Capitão!", hieß es: "Cristiano Ronaldo hat Portugals Namen zu Ruhm verholfen und Generationen junger Menschen inspiriert, die davon träumen, in seine Fußstapfen zu treten. Für viele von uns ist er der beste Spieler aller Zeiten!"

In seiner Botschaft sprach Ronaldo von Siegen, "die ich nie vergessen werde. Es gab Niederlagen, an die zu denken mir bis heute schwerfällt". Er habe aber "auch versagt, ich habe auch gelitten, es gab Momente, in denen ich den Portugiesen nicht das geben konnte, was ich mir so sehr gewünscht hatte. Aber ich habe niemals aufgegeben", betonte Portugals Rekordtorschütze und richtete Worte an seine Mitspieler: "Ich hatte das Privileg, euer Kapitän zu sein. Aber kein Kapitän geht allein. Und ihr seid Teil meiner Geschichte."

Ronaldo hatte Ende September für einen Eklat gesorgt, nachdem er das Trainingslager der Portugiesen im Streit mit Jesus vorzeitig verlassen hatte. Anschließend warf der Angreifer von Al-Nassr dem Coach vor, sein Wort gebrochen zu haben, ihm Einsatzzeit zu gewähren. Der Verband belegte Ronaldo deshalb mit einer 30-tägigen Sperre und einer Geldstrafe von 255 Euro. Die Sanktion wurde rückwirkend ab dem 30. September verhängt und lief Ende Oktober aus.

Ronaldo entschuldigte sich später bei Mitspielern und Fans, betonte zunächst aber, seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzen zu wollen. Jesus hatte eine Rückkehr zuletzt nicht ausgeschlossen. Ronaldo, der 2003 im Alter von 18 Jahren sein Debüt für Portugal gab und neben dem EM-Titel zweimal die Nations League gewann (2019, 2025), hatte zuletzt erklärt, dass dies "wahrscheinlich" sein letztes Jahr als Fußballprofi sein werde.

Titelverteidiger Portugal hat bisher alle vier Nations-League-Spiele gewonnen, drei davon ohne Ronaldo, und sich bereits zwei Spieltage vor Abschluss der Gruppenphase für das Viertelfinale qualifiziert. Für Portugal stehen gegen Dänemark (14. November) und Wales (17. November) die nächsten Partien an.