Niederländischer Referee Dieperink stirbt mit 38
Der Schiedsrichter war für die WM vorgesehen, wurde aber zuvor gestrichen. Ermittlungen gegen ihn waren mangels Beweisen eingestellt worden.
Der niederländische Fußball trauert um Schiedsrichter Rob Dieperink. Wie der nationale Verband KNVB am Montag bestätigte, verstarb der Referee, der zunächst als Offizieller für die WM in den USA, Mexiko und Kanada vorgesehen war, im Alter von 38 Jahren. Zu den Hintergründen des Todes gab der KNVB nichts bekannt. Niederländischen Medien zufolge schloss die Polizei eine Beteiligung anderer Personen aus.
Die Fußballwelt verliere "einen geschätzten Schiedsrichter mit internationaler Erfahrung, aber vor allem verlieren wir einen großartigen Kollegen", schrieb der KNVB: "Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihn geliebt haben. Wir wünschen ihnen viel Kraft und Unterstützung in dieser schweren Zeit."
Dieperink war vom Weltverband FIFA vor dem WM-Start von der Liste der Spieloffiziellen gestrichen worden. Zuvor war er im April von der Polizei wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch eines minderjährigen Jungen in London verhaftet worden. Der Fall wurde aus Mangel an Beweisen eingestellt.
"Es macht mich sehr traurig, dass ich zu Unrecht beschuldigt wurde", sagte Dieperink im Anschluss im Gespräch mit der Zeitung De Telegraaf. "Ich habe vollumfänglich mit den polizeilichen Ermittlern kooperiert und auch FIFA, UEFA und dem KNVB umgehend alle relevanten Informationen mitgeteilt." Es sei "schade", dass er nicht bei der WM dabei sein könne.
Im Jahr 2017 hatte Dieperink erstmals ein Spiel in der niederländischen Eredivisie gepfiffen. Bei der EM 2024 und den Olympischen Spielen in Paris gehörte er zum Schiedsrichterteam, dazu kam er regelmäßig bei Partien der internationalen Klubwettbewerbe zum Einsatz.