Negreira-Fall: Barça geht gegen Real-Boss Pérez vor
Die Ermittlungen im Negreira-Fall laufen seit 2023 und wurden Anfang 2026 bis mindestens September verlängert.
Der FC Barcelona hat rechtliche Schritte gegen Real Madrids Präsidenten Florentino Pérez angekündigt. Grund für das Vorgehen sind Äußerungen von Pérez zum Negreira-Fall. Der spanische Fußball-Meister sprach in einer Pressemitteilung am Freitagabend von einer Strafanzeige wegen Verleumdung, sollten Pérez und die Katalanen zu keiner Einigung kommen.
Der 79-Jährige hatte Barça im Mai öffentlich vorgeworfen, zwischen 2001 und 2018 durch Zahlungen von 8,4 Millionen Euro an den damaligen Schiedsrichterausschuss-Vize José María Enríquez Negreira Schiedsrichterentscheidungen beeinflusst zu haben. Pérez, der den Fall als "größten Korruptionsskandal der Fußballgeschichte" bezeichnete, ist der Meinung, Real seien "zahlreiche Meisterschaften gestohlen worden".
Barcelona-Präsident Joan Laporta bestreitet die Vorwürfe und betont, der Verein habe für "Schiedsrichterberatung und Analysen" gezahlt. Bisher gibt es keine Beweise für manipulierte Spiele oder Bestechung. Auch LaLiga-Präsident Javier Tebas hatte Anfang 2026 in einem Interview erklärt, dass "Barcelona keine Schiedsrichter bestochen hat, wie es in der Berichterstattung den Anschein hat". Die Ermittlungen laufen seit 2023 und wurden Anfang 2026 bis mindestens September verlängert.