Nagelsmann knüpft Musialas WM-Teilnahme an Bedingung
Sollten die Ärzte grünes Licht geben, spreche nichts dagegen, den Münchner zum Turnier mitzunehmen, betont der Bundestrainer.
Julian Nagelsmann plant bei der Fußball-WM im Sommer weiter fest mit Jamal Musiala, hat die Nominierung des lange verletzten Regisseurs aber erneut an eine Bedingung geknüpft. "Wenn die Ärzte sagen, dass kein Risiko für seine Gesamtkarriere besteht, dann spricht absolut nichts gegen eine Teilnahme an der WM", sagte der Bundestrainer in der Talk-Reihe "Bestbesetzung" bei MagentaTV (19.00 Uhr).
Musiala hatte sich bei der Klub-WM im vergangenen Sommer schwer verletzt und erst im Januar seine Rückkehr auf den Platz beim FC Bayern gefeiert. Zum Start ins WM-Jahr der DFB-Elf im März hatte er nach Rücksprache mit Nagelsmann noch ausgesetzt, zuletzt kam er aber besser ins Rollen. Dennoch ist eine Debatte darüber entbrannt, ob Musiala nicht aus Rücksicht auf seine Gesundheit besser auf die Endrunde verzichten sollte. Er selbst lehnt das ab.
Auch Nagelsmann will ihn unbedingt dabei haben. Seinen WM-Kader habe er größtenteils im Kopf, betonte der 38-Jährige: "Nicht zu hundert Prozent leider, aber zu großen Teilen ja."
Nagelsmann unterstrich in der Sendung seinen Titel-Anspruch. "Jedes Team, das bei der WM antritt, sollte Weltmeister werden wollen", sagte er. Für ihn persönlich gehe mit der ersten WM-Teilnahme "ein Kindheitstraum" in Erfüllung.
Der Bundestrainer stand auch prominenten Vertretern aus dem Sport Rede und Antwort. Auf die Frage des ehemaligen Schwimmstars Franziska van Almsick, wie er mit der Erwartungshaltung von "gefühlt 80 Millionen Bundestrainern" umgehe, antwortete er: "Ich mache mir immer bewusst, dass es ein Sport ist und dass es Gott sei Dank nicht um Leben und Tod geht. Dass es Menschen gibt in der Politik, die viel weitreichendere Entscheidungen treffen müssen."