Nach WM: Migné verlässt Haiti und wird Nationaltrainer in Gabun
Der Franzose ist bereits der 17. Trainer bei dieser WM, der seinen Posten räumt oder räumen muss. Er übernimmt direkt eine neue Herausforderung.
Haiti hat sich fast drei Wochen nach dem Gruppen-Aus bei der Fußball-WM von Nationaltrainer Sébastien Migné getrennt. Wie der Verband FHF mitteilte, sei die Trennung "im gegenseitigen Einvernehmen und in aller Freundschaft" geschehen - und offenbar auch mit einem Wunsch des französischen Trainers verbunden gewesen: Denn Migné wurde wenige Stunden später zum neuen Nationaltrainer des Gabun ernannt.
Der gabunische Verband (FGF) erklärte in seiner Mitteilung am Mittwoch, die Bekanntgabe verzögert zu haben, um die vertraglichen Klauseln zwischen Migné und seinem ehemligen Arbeitgeber zu respektieren. Haiti benannte zunächst keinen Nachfolger und steht vor einem Umbruch.
"Diese im Geiste des gegenseitigen Respekts und des Dialogs getroffene Entscheidung ermöglicht es beiden Seiten, die nächste Etappe ihres Weges in aller Ruhe anzugehen", schrieb die FHF. Migné hatte Haiti 2024 übernommen und erstmals seit 52 Jahren wieder zur WM geführt. Dort war der Karibikstaat in der Gruppe C gegen Schottland (0:1), Brasilien (0:3) und Marokko (2:4) jedoch chancenlos geblieben. Migné (53) ist damit schon der 17. Trainer, der seinen Posten während des noch laufenden XXL-Turniers in Nordamerika räumen musste.