Nach Vorrunden-Aus: Saudi-Verbandspräsident tritt zurück
Yasser Al-Misehal übernimmt die Verantwortung und räumt seinen Posten. Das Team schoss in drei Spielen nur ein Tor.
Nach dem Vorrunden-Aus der saudi-arabischen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada hat Verbandspräsident Yasser Al-Misehal seinen Rücktritt erklärt. Die Mannschaft sei "weit hinter unseren Erwartungen" geblieben, für das "Scheitern übernehme ich die volle Verantwortung. Ich entschuldige mich bei allen, die gehofft hatten, unsere Mannschaft in einer besseren Position zu sehen", schrieb Al-Misehal bei X: "In der Überzeugung, dass Verantwortungsbewusstsein bedeutet, den Weg für eine neue Phase freizumachen, habe ich beschlossen, mein Amt nicht bis zum Ende der laufenden Amtszeit weiterzuführen."
Saudi-Arabien war in der Gruppe mit Europameister Spanien, Kap Verde und Uruguay ausgeschieden - in drei Spielen erzielte das Team lediglich ein Tor. Auch 2018 und 2022 war in der Vorrunde Schluss gewesen. Bei der Heim-WM in acht Jahren will Saudi-Arabien wesentlich erfolgreicher sein.
Al-Misehal hatte den Verband sieben Jahre lang geleitet und war wesentlich an der erfolgreichen Bewerbung für die Austragung der Endrunde 2034 beteiligt. Die einflussreiche Golfmonarchie hat in den vergangenen drei Jahren fast zwei Milliarden Dollar in den Fußball investiert - unter anderem durch die Verpflichtung von Stars wie Cristiano Ronaldo, Neymar (spielt mittlerweile in Brasilien) und Karim Benzema -, um die Saudi Pro League zu einer der finanziell attraktivsten Ligen der Welt zu machen.