Marsch: Marokko ein Team mit "null Schwächen"
Kanada geht als klarer Außenseiter in das WM-Achtelfinale gegen den Halbfinalisten von 2022.
Nationaltrainer Jesse Marsch sieht seine Kanadier im WM-Achtelfinale gegen Marokko als klaren Underdog. "Wir wissen, dass uns eine gewaltige Herausforderung gegen eine wirklich talentierte Mannschaft bevorsteht, die buchstäblich null Schwächen hat", sagte der 52-Jährige vor dem Spiel am Samstag (19.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Houston.
"Wenn du über Marokko sprichst, sprichst du über ein Team mit unglaublichem individuellen Talent. Ihr Selbstbewusstsein, ihr Swag, mit dem sie spielen ...", sagte Marsch, der den WM-Halbfinalisten von 2022 im Sechzehntelfinale gegen die Niederlande live in Monterrey verfolgt hatte. Vor dem historisch ersten Achtelfinale der Kanadier stellte er aber auch klar: "Wir haben keine Angst und freuen uns auf diese Challenge."
Marokkos Trainer Mohamed Ouahbi hat ebenfalls "großen Respekt" vor dem Gegner: "Wir haben jeden Grund, sie und ihre Qualitäten zu fürchten", sagte der 49-Jährige. Es sei "eines der wichtigsten Spiele in meiner Karriere. Das Niveau, das wir in den ersten Spielen gezeigt haben, wird morgen nicht reichen, um zu gewinnen." Marokkos Shootinstar Ismael Saibari sei nach seinem bekanntgewordenen Wechsel zum FC Bayern unter der Woche "sehr ruhig, sehr relaxed" gewesen, ergänzte Ouahbi.
Saibaris künftiger Klubkollege Alphonso Davies werde "zur Verfügung stehen", sagte Marsch. Kanada stelle sich auf "eine unglaublich laute und toughe Atmosphäre" im NFL-Stadion der Houston Texans ein, meinte Abwehrspieler Alistair Johnston: "Es wird Geräusche geben, von denen du nicht einmal wusstest, dass sie in einem Stadion überhaupt möglich sind. Wenn ein Spieler nicht voll da ist oder es nur ein Prozent weniger ist, kann man zerlegt werden - besonders in dieser Phase des Turniers, wenn man gegen die Titanen des Weltfußballs spielt."