Mangelndes Fairplay? Trainer Faé kritisiert DFB-Elf

Der Coach der Elfenbeinküste hätte "von so einer großen Nation" ein anderes Verhalten erwartet.

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Mangelndes Fairplay? Trainer Faé kritisiert DFB-Elf
Foto: © AFP/SID/FRANCK FIFE

Emerse Faé war sauer. Nicht nur über die unglückliche 1:2 (1:0)-Niederlage der Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM, sondern auch über das Verhalten des Gegners. "Glückwunsch an Deutschland zum Sieg. Von so einer großen Nation, an der wir uns ein Beispiel nehmen, erwarte ich aber mehr Fairplay", sagte der Coach der Ivorer und betonte: "Ich bin enttäuscht."

Der Hintergrund seiner Kritik? Der 42-Jährige hatte am Spielfeldrand eine Auseinandersetzung mit Mitgliedern des deutschen Stabs und lieferte sich ein Wortgefecht mit Verteidiger Nathaniel Brown. Er warf dem Frankfurter vor, eine Verletzung von Wilfried Singo missachtet zu haben, als er mit einem Einwurf einen Angriff einleitete, anstatt den Ball dem Gegner zuzuwerfen.

"Ich habe ihm gesagt, er solle demütig bleiben", erklärte Faé. "Er hat großartig gespielt und es nicht nötig, schlecht mit uns zu reden, nur, weil er gewinnen will."

Die Elfenbeinküste zittert nach der Niederlage noch um das erstmalige Weiterkommen bei der vierten WM-Teilnahme. Ein Unentschieden gegen Außenseiter Curacao wäre aber bereits gleichbedeutend mit dem Einzug ins Sechzehntelfinale.

"Wir haben unser Schicksal selbst in den Beinen", sagte Faé. Stürmer Amad Diallo betonte: "Wir wollen Geschichte schreiben." Ganz fair.