Löw: Neuer-Rückkehr "sehr gute Entscheidung"

Der frühere Bundestrainer begrüßt das DFB-Comeback des Torhüters. Auch Verbandsgeschäftsführer Rettig schwärmt.

Teilen
Löw: Neuer-Rückkehr "sehr gute Entscheidung"
Foto: © AFP/SID/Ronny HARTMANN

Der einstige Weltmeister-Trainer Joachim Löw hält die Rückkehr von Torwart Manuel Neuer in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft für eine "sehr gute Entscheidung". Zwar habe es Oliver Baumann im deutschen Tor "gut gemacht, aber natürlich ist der Manu eine prägende Persönlichkeit. Auch für die Mannschaft", sagte Löw auf einer Veranstaltung der Bild-Zeitung in Berlin.

"Der Trainer entscheidet aufgrund von Qualität, aber schaut auch, was für eine Dynamik innerhalb einer Mannschaft entsteht", fügte der 66-Jährige an und betonte: "Der Manu kennt Turniere, hat Erfahrung." All das spreche für den Münchner.

Für DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig ist Neuer nach wie vor "der weltbeste deutsche Torhüter", wie er in Berlin erklärte. "Dass er noch mal sagt: Zum Ende meiner Karriere bin ich bereit, mich ins Tor zu stellen und diese Weltmeisterschaft mitzumachen, das ist ein Ausrufezeichen und freut uns", ergänzte Rettig.

Neuers Waden-Verletzung, die den Einsatz des Bayern-Kapitäns im Pokalfinale am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) gegen den VfB Stuttgart verhindert, dürfe man zwar "nicht unterschätzen, das ist gar keine Frage", meinte Rettig: "Aber wer die Professionalität von Manuel kennt, der weiß, dass er alles dafür tun wird, pünktlich fit zu sein."

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Neuer, der sich nach der Heim-EM 2024 aus der Nationalelf verabschiedet hatte, mit der Bekanntgabe seines WM-Kaders am Donnerstag zurückgeholt. Laut Rettig habe er "die Chronologie und die Gründe" der Aktion "wunderbar erklärt. Die Besten werden aufgestellt - an dem Grundsatz hat er sich orientiert."

Löw gab zu bedenken, dass es für den degradierten Baumann "eine schwierige Situation" sei. "Aber der Trainer ruft die Spieler auch nicht immer zwei oder drei Wochen vorher an. Weil man ja weiß, dass dann gewisse Dinge durchsickern." Er selbst habe die entsprechenden Gespräche daher immer erst "einen Abend vorher" geführt.