"Kleines Wunder": Mancini belebt Italien wieder
Die heimische Presse feiert den Nationaltrainer und spricht vom "wahren Italien".
Roberto Mancini gab sich gelassen, doch der nächste starke Auftritt der Squadra Azzurra unter seiner Leitung löste in der Heimat eine lange nicht dagewesene Euphorie aus. "Das ist das wahre Italien!", schrieb die Gazzetta dello Sport nach dem 1:1 in der Nations League in Frankreich: "Die neue Squadra Azzurra zeigt, dass sie mit Zidanes Bleus Schritt halten kann."
Für den Corriere dello Sport habe Mancini (61) sogar "ein kleines Wunder" vollbracht und "mental hervorragende Arbeit geleistet. Die Mannschaft hat ein wirklich ermutigendes Selbstvertrauen entwickelt, das nicht mehr durch die Vergangenheit belastet zu sein scheint." Nach einem enttäuschenden 0:2 gegen Belgien bei Mancinis Rückkehr auf die Trainerbank überzeugten die Italiener beim 4:1 in der Türkei wie auch beim 1:1 gegen das französische Starensemble in Paris.
Ein besonderes Lob erhielt auch Torhüter Gianluigi Donnarumma, der die französischen Angriffe mehrfach entschärfte. "Er ist eine Mauer, an der jeder Angriff der Franzosen zerschellt", schrieb Tuttosport.
Mancini selbst zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft. "Wir wussten, dass es vor allem zu Beginn ein schwieriges Spiel werden würde, aber wir haben das sehr gut gemacht. Ich wollte, dass es ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung wird", sagte der Nationaltrainer, der sich über einen "positiven Abend" freute.
Am Montag (20.45 Uhr) empfangen die Italiener zum Abschluss der Länderspielperiode die Türkei in Bologna.