"Klarer Elfmeter": Strobl wütet nach Topspiel-Niederlage
Eine strittige Szene in der Nachspielzeit erhitzt nach dem 1:2 bei Hertha BSC die Wolfsburger Gemüter.
Wolfsburgs Trainer Tobias Strobl war der Ärger über die Entscheidung von Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck deutlich anzumerken. "Für mich ist es ein klarer Elfmeter", sagte Strobl nach der 1:2 (0:2)-Niederlage im Zweitliga-Topspiel bei Hertha BSC über die strittige Szene in der Nachspielzeit. "Was für mich völlig unverständlich ist, völlig unverständlich, dass er sich das nicht anschaut."
In der 94. Minute war Wolfsburgs Kento Shiogai im Berliner Strafraum nach einem Haken und einem Kontakt mit Hertha-Verteidiger Niklas Kolbe zu Boden gegangen. Jöllenbeck ließ weiterspielen, auch Video-Assistent Nicolas Winter griff nicht ein. Wolfsburger Proteste blieben wirkungslos. Ein Strafstoß hätte den Niedersachsen die späte Chance auf den Ausgleich eröffnet.
"Das ist eine Situation, die muss ich mir anschauen", forderte Strobl. Hätte der Schiedsrichter nach einer Überprüfung zu seiner Entscheidung gestanden, wäre er "auf die Argumentation gespannt" gewesen. "Aber sich das nicht mal anzuschauen, das fand ich so ein bisschen fatal in diesem Moment", sagte der VfL-Coach: "Am Ende des Tages ist das ein Topspiel, da entscheiden genau diese Kleinigkeiten."
Hertha-Trainer Stefan Leitl bewertete die Szene zurückhaltender. "Ich glaube, wenn es Elfmeter gibt und er pfeift, brauchen wir uns nicht beschweren", räumte der 49-Jährige ein. Weil allerdings kein Hinweis des Video-Assistenten gekommen sei, habe aus seiner Sicht keine klare Fehlentscheidung vorgelegen: "Und somit kein Elfmeter."