Hütter stärkt Burkardt: "Reaktion gezeigt"
In Paderborn erzielt Jonathan Burkardt beide Frankfurter Treffer. Trainer Hütter wertet das als "Reaktion" auf die Nichtberücksichtigung beim DFB.
Eigentlich wollte sich Trainer Adi Hütter bei Fragen zu Doppelpacker Jonathan Burkardt und dessen Nichtberücksichtigung für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zurückhalten. Lediglich mit einer Aussage ließ er in der DFB-Frage seine Unterstützung für den Stürmer auch öffentlich erkennen. "Er hat eine Reaktion gezeigt", sagte Hütter nach dem 2:2 beim SC Paderborn über seinen Schützling.
Dass sich Hütter nach dem späten Punktgewinn in Unterzahl durch Burkardts zweiten Treffer per Hacke (90.+3) mit Fragen zu seinen Stürmern herumschlagen musste, war zu erwarten gewesen. Schließlich hatte Burkardt den Vorzug in der Startelf erhalten, während Younes Ebnoutalib erst nach der Pause kam.
Bundestrainer Jürgen Klopp hatte sich am Donnerstag bei seiner Nominierung für die anstehenden Länderspiele genau umgekehrt entschieden. Von einem Fingerzeig an Klopp wollte Hütter allerdings nichts wissen. "Ich würde nie einem Bundestrainer etwas vorschlagen."
Bei seinem "Kompetenzgebiet" Frankfurt sei er erst einmal "glücklich darüber, zwei Stürmer zu haben, die beide treffen". Für das Auswärtsspiel in Ostwestfalen sei es eine "Gefühlssache" gewesen, weshalb Burkardt den Zuschlag für die Sturmposition in der 4-2-3-1-Formation bekommen habe.
Auch in Zukunft werde die Frage "Wen stellst du auf?" nicht immer einfach zu beantworten sein, so Hütter. Fest stehe aber: Mit dem 26-jährigen Burkardt und dem 23-jährigen Ebnoutalib sei er "sehr, sehr glücklich". Burkardt steht nach neun Spieltagen nun bei fünf Treffern, Ebnoutalib bei sechs.