"Immer viel Unruhe über mich": Xhaka schüttelt Kritik ab

Der Kapitän der Schweizer trifft und jubelt dann aufreizend.

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"Immer viel Unruhe über mich": Xhaka schüttelt Kritik ab
Foto: © AFP/SID/Frederic J. Brown

Granit Xhaka lief an, traf vom Elfmeterpunkt zum Endstand - und drehte mit einer eindeutigen Jubelgeste ab. Der Schweizer Kapitän bildete mit seiner rechten Hand einen Schnabel und ließ ihn schnattern, "lass sie reden", sollte das wohl heißen. Und kurz nach dem erlösenden 4:1 (0:0) über Bosnien-Herzegowina äußerte sich Xhaka ausführlicher.

"Es gibt immer viel Unruhe über mich, es wird viel geschrieben - das wird von meiner Seite auch ein bisschen provoziert", sagte er: "Vielleicht könnte man auch einfach stolz sein auf einen Spieler, der schon so viele Spiele für die Nationalmannschaft gemacht hat? Aber für mich passt das, für mich zählt es auf dem Platz: Dass die Mannschaft hinter mir steht, dass der Trainer hinter mir steht."

Nach dem äußerst enttäuschenden 1:1 zum WM-Auftakt gegen Katar hatte es Berichte über eine negative Atmosphäre im Schweizer Lager gegeben, im Mittelpunkt: Der Kapitän. Die Boulevardzeitung Blick stützte sich auf "mehrere Quellen", nach denen einige Spieler der Eidgenossen aufgrund der strengen Ansagen des Anführers "verunsichert seien oder sich nicht wohlfühlen im Camp". Laut Blick gehe es gar in eine "toxische Richtung".

Am Donnerstag stand Xhaka über die gesamte Spielzeit auf dem Feld, lange tat sich die Schweiz schwer. Der Freiburger Johan Manzambi traf nach seiner Einwechslung dann doppelt (74./90.), zudem waren Ruben Vargas (84.) und eben Xhaka (90.+7, Foulelfmeter) erfolgreich. Die Nati hat mit vier Punkten in Gruppe B nun gute Chancen auf das Weiterkommen.