Frauen-Bundesliga: DFB beruft Außerordentlichen Bundestag ein
Am 18. September soll unter anderem der ausgehandelte Grundlagenvertrag abgesegnet werden.
Der Startschuss in die Eigenständigkeit für die neue "Frauen-DFL" rückt näher: Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag bekannt gab, hat das Präsidium des DFB beschlossen, für den 18. September einen Außerordentlichen DFB-Bundestag einzuberufen. Dort sollen die notwendigen Satzungsänderungen für die Ausgliederung der Frauen-Bundesliga beschlossen und die vertraglichen Grundlagen für die Übertragung der Liga auf den Ligaverband FBL gebilligt werden.
Ende Juni bereits hatten die 14 Klubs der Frauen-Bundesliga auf der Mitgliederversammlung des FBL dem ausgehandelten Grundlagenvertrag mit dem DFB zugestimmt. Nun gab es auch eine Verständigung zu dem Pachtvertrag. Darin sind weitere Einzelheiten der Übertragung der höchsten deutschen Frauen-Spielklasse auf den FBL geregelt. Ab Juli 2027 soll der Ligaverband dann für die Durchführung und Vermarktung der Liga verantwortlich zeichnen.
Zu den finanziellen Gesamtvereinbarungen gehörten neben den Vergütungen für die Abstellung von Spielerinnen zu den Nationalmannschaften "Leistungen des DFB für die Nachwuchsförderung, die weitere Professionalisierung des Schiedsrichterwesens und den Aufbau der künftigen Ligastrukturen", wie es in der Mitteilung hieß.
"Mit der Einigung über den Pachtvertrag haben der DFB und der FBL e.V. einen entscheidenden Schritt für die Zukunft der Frauen-Bundesliga vollzogen", ließ sich DFB-Präsident Bernd Neuendorf zitieren. "Wir sind überzeugt, dass die Liga auf dieser Basis ihre positive Entwicklung fortsetzen und ihre sportliche wie wirtschaftliche Attraktivität weiter steigern kann."
Ursprünglich hatten der DFB und die FBL ein Joint Venture gründen wollen. So sollte die Professionalisierung der Bundesliga vorangetrieben werden, um international nicht den Anschluss zu verpassen. Aufgrund des Streits mit dem DFB um Entscheidungsbefugnisse hatte die FBL diesem Vorhaben aber eine Absage erteilt.