"Es schmerzt": Hoffenheim hadert mit Last-Minute-Schock

Die Kraichgauer machen auf der Insel ein starkes Auswärtsspiel - und werden spät um den Lohn gebracht.

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Oliver Baumann wütend nach dem späten Gegentreffer
Oliver Baumann wütend nach dem späten Gegentreffer. Foto: picture-alliance/PA Wire/SID/John Walton

Christian Ilzer haderte mit dem so spät verschenkten Sieg der TSG Hoffenheim in der Europa League. "Am Ende verhindert die Schlussphase einen nahezu perfekten Abend für uns", monierte der Trainer der Kraichgauer nach dem 1:1 (1:0) bei Crystal Palace: "Wir waren kurz davor, ein Premier-League-Team zu schlagen. Es schmerzt, dass wir den Sieg nicht mit nach Hause nehmen. Wir müssen daran arbeiten, dass wir es über die Ziellinie bringen."

Doch nach dem Führungstreffer von Alexander Prass (7.) glich der Ex-Frankfurter Daichi Kamada in Unterzahl für die Briten aus (90.+1). "Ein Gewinner-Typ darf durchaus leiden", führte Ilzer aus: "Mit ein wenig Abstand sollten wir dennoch stolz sein und die Leistung sollte uns bestärken für Sonntag." Dann geht es in der Bundesliga gegen Aufsteiger Schalke 04 (19.30 Uhr/DAZN), die Leistung auf der Insel dient trotz der anhaltenden personellen Probleme als Mutmacher.

Die Partie sei nach dem schwierigen Saisonstart "eine große Bestätigung" für den eingeschlagenen Weg, betonte Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker. Die TSG habe "eine junge Mannschaft, die einen Entwicklungsprozess geht". Mit einem Auftreten wie gegen Crystal Palace sei Hoffenheim "eine unangenehme Mannschaft", sagte Routinier Andrej Kramaric: "Die Premier League ist die beste Liga der Welt, aber wir waren besser. Es ist gut zu wissen, dass wir auch gegen solche Gegner bestehen können."