Einreiseprobleme: Baerbock fordert Aufarbeitung der FIFA

Die WM wird auch durch die scharfen US-Einreiseregeln bestimmt. Die frühere Außenministerin blickt dabei kritisch auf die Rolle der FIFA.

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Einreiseprobleme: Baerbock fordert Aufarbeitung der FIFA
Foto: © AFP/SID/SAJJAD HUSSAIN

Angesichts der Einreiseprobleme rund um die Fußball-WM hat Annalena Baerbock einmal mehr Kritik am Weltverband FIFA geäußert und eine Aufarbeitung gefordert. Die Visathematik sei "keine Nebensächlichkeit", sagte die Präsidentin der UN-Generalversammlung bei einem Termin in New York. Menschen könnten nur zusammenkommen und den Fußball feiern, "wenn ihnen das auch überall ermöglicht wird".

Die frühere Außenministerin rückte dabei die Rolle des Weltverbandes in den Fokus. Dies sei "eine Sache, die bei dieser WM und auch nach dieser WM natürlich von der FIFA aufgearbeitet werden muss", sagte Baerbock. Der Sport lebe schließlich davon, "dass er Menschen verbindet und dass Menschen zusammenkommen können".

Vor dem Turnierstart war unter anderem einem somalischen FIFA-Schiedsrichter die Einreise in die USA verweigert worden. Auch Fans mehrerer Nationen sind von den scharfen Einreiseregeln der Regierung von US-Präsident Donald Trump betroffen. Baerbock hob unlängst bereits in einem Podcast die Verantwortung der FIFA hervor.

Trotz aller Kontroversen rund um das Turnier wies die Grünen-Politikerin auf die Wirkung hin, die der Sport entfalten kann. Insbesondere der Fußball öffne "Türen, die gerade in einer Weltlage, die doch sehr spalterisch ist, nicht jeder öffnen kann", sagte sie: "Würde es in der Welt ein bisschen mehr zugehen wie auf einem Fußballplatz, wo klar ist, dass auch der größte Superstar sich an die Regeln halten muss, dann wäre unsere Welt ein Stückchen friedlicher."