DFB-Koch Schmaus: Auch ein "Cheat-Day" ist erlaubt

Der Küchenchef berichtet über Lieblingsgerichte der Spieler und verrät, was gar nicht geht.

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DFB-Koch Schmaus: Auch ein "Cheat-Day" ist erlaubt
Foto: © picture-alliance/SVEN SIMON/SID/Frank Hoermann

Sternekoch Anton Schmaus lässt den deutschen Fußball-Nationalspielern bei der WM auch mal einen "Cheat-Day" durchgehen. Er sei "nicht der Aufpasser der Spieler", sagte der DFB-Küchenchef der Abendzeitung und lachte, zumindest "am Tag nach dem Spiel" sei für die Profis auch mal ein Ausbruch aus dem Speiseplan möglich. "Und wenn sie Bock haben auf eine Pizza, sollen sie die essen. Ich glaube, das bringt den Trainingsplan nicht durcheinander."

Schmaus und sein Team bauen da klug vor. Für die unmittelbare Zeit nach dem Spiel "haben wir Schnitzel geplant", sagte er, "das ist dann schon ein bisschen Soulfood, trotzdem hochwertig und gut gekocht, oder Zwetschgenknödel, dann als Nachtisch Vanilleeis". Auch die von Jamal Musiala geliebten Maultaschen oder die bei allen Stars hoch im Kurs stehende Sucuk-Pizza will der 44-Jährige im Turnierverlauf anbieten.

Der Spieltag sei stets "stark ritualisiert", berichtete Schmaus, der seit 2017 für die DFB-Auswahl kocht, da gebe es "keine Experimente. Im Prinzip gibt es ganz bewusst immer das Gleiche: die sehr beliebte Pasta Bolognese an unserer Pasta-Station. Zudem gegrilltes Hühnchen, pochierten Fisch, als Nachtisch Milchreis und Grießbrei mit Apfelmus, Zimt und Zucker und jetzt im Sommer auch Kirschkompott."

Was gar nicht geht? "Alle Dinge, die irgendwie dopingrelevant wären, zum Beispiel Mohn. Mohnsamen können Spuren von Morphin und Codein enthalten. Diese Substanzen sind starke Schmerzmittel, die auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada stehen."

Und wie sähe das Festmahl nach einem möglichen WM-Triumph aus? "Sollte es so kommen, was wir alle hoffen, dann ist das Essen nicht mehr entscheidend, sondern absolut zweitrangig", sagte Schmaus.