Conference League: Freiburg löst Ticket für die Ligaphase

Die Breisgauer lassen im Rückspiel gegen den FC Motherwell nichts mehr anbrennen. Am Freitag erfährt der Sport-Club seine Gegner.

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Scherhant (r.) jubelt mit Günter über die Führung
Scherhant (r.) jubelt mit Günter über die Führung. Foto: /SID/Alessio Bosco

Der SC Freiburg hat seine eigene Vorlage souverän genutzt und die Ligaphase der Conference League erreicht. Eine Woche nach dem ungefährdeten 3:1-Hinspielerfolg ließen die Breisgauer nichts mehr anbrennen und sicherten sich durch das 4:1 (1:1) im zweiten Playoff-Duell mit den Schotten des FC Motherwell das Ticket fürs europäische Geschäft.

"Eines unserer Ziele haben wir mit zwei überzeugenden Siegen geschafft", sagte Trainer Julian Schuster im SWR. Sein Team habe "größtenteils die Kontrolle" ausgeübt. "Es war wichtig", ergänzte Derry Scherhant angesichts des Hinspielsiegs, "dass wir uns nicht ausgeruht haben."

Scherhant (6.) bescherte dem Sport-Club im eigenen Stadion einen Auftakt nach Maß. Torhüter Mio Backhaus ermöglichte den Gästen mit einem Aussetzer den Ausgleich durch Emmanuel Longelo (22.). Das Team von Trainer Schuster spielte nach einer Notbremse von Jake Girdwood-Reich (57.) aber in Überzahl - und schlug durch Igor Matanovic (60.), Cyriaque Irié (63.) und Keisuke Goto (85.) erneut zu.

Damit sind die Freiburger am Freitag dabei, wenn in Monaco die Lose für den drittwichtigsten europäischen Wettbewerb gezogen werden. Der erste Spieltag findet am 15. Oktober statt. "Es ist einfach besonders, international spielen zu dürfen. Das sind tolle Erfahrungen", sagte Schuster.

Trotz der guten Ausgangslage hatte Coach die Sinne seiner Spieler im Vorfeld geschärft. "Der Fußball schreibt immer wieder unerwartete Geschichten, deshalb sind wir total gewarnt", sagte der Freiburger Trainer.

Der Europa-League-Finalist der Vorsaison bestimmte das Spiel von Beginn an und belohnte sich früh. Weil Backhaus einen unplatzierten Fernschuss durch die Hände rutschen ließ, ging es aber mit einem Remis in die Pause. Der Torhüter war im Sommer als Ersatz für Noah Atubolu gekommen, der steht wiederum nach einem monatelangen Poker vor einem Transfer zu Eintracht Frankfurt.

Trotz eines klaren Foulspiels gab es vor der Pause keinen Elfmeter für den SC - weil Irié zuvor im Abseits gestanden hatte (35.). Der Angreifer traf dazu die Latte (45.+4) und ließ damit eine von mehreren guten Chancen der Freiburger auf die erneute Führung liegen. Nach dem Platzverweis der Schotten und Matanovics Kopfballtreffer übte Schusters Team noch mehr Kontrolle aus - und legte nach.