Bielefeld rutscht trotz Remis weiter ab
Mohamed Ali Zoma trifft früh für Nürnberg - und muss dann ausgewechselt werden.
Arminia Bielefeld rutscht trotz eines hart erkämpften Punktgewinns immer tiefer in den Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga. Das Team von Trainer Mitch Kniat rettete auf der ausverkauften Alm gegen den 1. FC Nürnberg nach langem Rückstand ein 1:1 (0:1), fiel aber auf den 14. Platz zurück. Am Sonntag kann der Pokalfinalist der vergangenen Saison sogar auf Rang 16 durchgereicht werden.
Der Ex-Nürnberger Tim Handwerker (81.) glich mit einem wuchtigen Freistoß kurz vor Schluss zumindest aus. Die vor allem vor der Pause enttäuschenden Bielefelder müssen nach nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen dennoch die direkte Rückkehr in die 3. Liga fürchten. Vor der Pause hatte der Italiener Mohamed Ali Zoma (8.) den FCN mit seinem elften Saisontor in Führung geschossen.
Die Arminia erwischte durchaus einen guten Start - bis Zoma die Gäste mit der ersten Chance in Führung brachte. Der 22-Jährige nutzte einen Tiefschlaf in der DSC-Abwehr, lief alleine aufs Tor zu und traf flach ins linke Eck. Eine Viertelstunde später musste Zoma allerdings verletzt ausgewechselt werden.
Bis zur Pause spielte fast nur noch das Team von Trainer Miroslav Klose, Finn Becker hätte auf 2:0 erhöhen müssen (39.). Nach 45 Minuten gab es Pfiffe der Arminia-Fans, die Wirkung zeigten: Im zweiten Durchgang bestimmte Bielefeld über weite Strecken das Geschehen, wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Erst ein Standard brachte den Ausgleich - ausgerechnet durch Handwerker, der von 2019 bis 2024 für Nürnberg gespielt hatte. In der Nachspielzeit vergab Rafael Lubach (90.+1) die große Chance auf den Sieg der Franken.