Bayern-Schreck Spink drückt Villa die Daumen
Der Torhüter wurde im Landesmeister-Cup-Finale 1982 zur Legende - jetzt glaubt er an seine Erben.
Vor 44 Jahren brachte er den FC Bayern zur Verzweiflung, jetzt drückt Nigel Spink seinen "Erben" gegen den SC Freiburg für ein neues Kapitel europäischer Klubgeschichte die Daumen. "Ich habe das Gefühl, es ist an der Zeit, den Europapokal im Regal ein kleines bisschen weiterzuschieben, um Platz für eine weitere europäische Trophäe zu schaffen - und ich bin so froh, dass wir die Möglichkeit dazu haben", sagte Spink vor dem Finale der Europa League zwischen dem SC und Aston Villa am Mittwoch (21.00 Uhr/RTL) in Istanbul der BBC.
Der Torhüter war im Endspiel des Europapokals der Landesmeister 1982 nach einer Verletzung von Stammtorwart Jimmy Rimmer früh eingewechselt worden und avancierte beim 1:0-Triumph über die Bayern in Rotterdam zum Helden. Jetzt glaubt er an den nächsten Coup für den Klub aus Birmingham.
"Ich weiß, wir sind immer noch einen Schritt entfernt, aber wenn wir Freiburg schlagen, wird es niemanden geben, der sich mehr freut als ich", sagte er. Spink bestritt für Villa insgesamt 460 Pflichtspiele, das Endspiel von Rotterdam war sein erst zweites gewesen.
1987, nur fünf Jahre nach dem großen Sieg über die Münchner, stieg Spink mit Villa aus der ersten Liga ab. "Wir sind durch die Hölle gegangen", erinnerte er sich. Jetzt sind sie dem Himmel wieder sehr nah.