Bayern ohne Musiala im Supercup, aber Kompany "total ruhig"
Eine veränderte Medikation ist verantwortlich für die Zusammenbrüche. Der Trainer der Münchner blickt zuversichtlich auf die Rückkehr des 23-Jährigen.
Bayern München wird ohne Jamal Musiala um den ersten Titel der neuen Saison spielen. Im Franz-Beckenbauer-Supercup bei Vizemeister Borussia Dortmund am Samstag (20.30 Uhr/Sky und Sat.1) werde der 23-Jährige "nicht im Kader stehen. Er wird jetzt noch individuell trainieren. Er hat bei seiner Behandlung was geändert, das hatte Nebenwirkungen. Deshalb ist es jetzt das erste und zweite Mal passiert", sagte Bayern-Trainer Vincent Kompany am Freitag. Ob Musiala dann zum Ligastart am 28. August gegen den VfB Stuttgart wieder zur Verfügung steht, ist offen.
Musiala war beim Test des FC Bayern in Heidenheim am vergangenen Dienstag zum zweiten Mal in nur vier Tagen auf dem Platz zusammengesackt. Er schrieb anschließend bei Instagram von "temporär kurz auftretenden, aber gut behandelbaren Absencen, die auf eine neurologische Dysfunktion" zurückzuführen seien.
Laut Kompany gehe der Klub "schon seit längerer Zeit damit um. Der erste Schockmoment ist schon länger her. Für die Öffentlichkeit war es das erste Mal, da ist es normal, dass man sich viele Fragen stellt", sagte der Belgier.
Der FC Bayern habe dagegen "viel mehr Informationen und die Situation viel besser verstanden. Wir haben auch jede Entscheidung getroffen mit der allerbesten Information von den allergrößten Experten", so Kompany weiter: "Und deswegen ist bei uns auch keine Unruhe. Ich bin total ruhig."
Es gelte jetzt eben, ergänzte Sportvorstand Max Eberl, "die Medikation wieder anzupassen, dass er wieder dahin kommt, wo wir schon waren, wo er eben sehr, sehr lange anfallsfrei gewesen ist. Und das ist die Aufgabe, die wir medizinisch begleiten und die Jamal lebt."
Kompany zeigte sich ohnehin überzeugt, dass Zauberfuß Musiala zu alter Stärke zurückfindet: "Ich freue mich auf diesen Gegenangriff, den nur außergewöhnliche Spieler machen können". Unabhängig von seinen Zusammenbrüchen sei der Nationalspieler zuletzt schon wieder "nicht auf gleichem Level wie unsere besten Spieler gewesen, er war eine Stufe höher als unsere besten Spieler. So haben wir Jamal seit seiner Verletzung gegen Paris nicht mehr gesehen."